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Seenotrettung: Berlin zeigt sich unentschlossen

Berlin. Die Bundesregierung hält eine neue staatliche Seenotrettungsmission im Mittelmeer nicht für sinnvoll, solange die Frage der Aufnahme und Verteilung der Migranten nicht geregelt ist. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes räumte zwar am Montag ein, es gebe eine »Lücke in der Seenotrettung.« Diese könne aber erst geschlossen werden, »wenn es danach einen Hafen gibt für die Schiffe, in den sie einfahren können«. Europa-Staatsminister Michael Roth hält derweil eine gemeinsame Lösung aller EU-Staaten nicht für realistisch. »Ich hab’ die Hoffnung aufgegeben, dass wir als gesamte Europäische Union uns auf einen entsprechenden Verteilungsmechanismus verständigen können«, sagte der SPD-Politiker im ARD-»Morgenmagazin«. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.07.2019, Seite 2, Inland

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