Der Schwarze Kanal: »Sender Jerewan««
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Aus: Ausgabe vom 08.07.2019, Seite 10 / Feuilleton
Kunst

Das Spiel ist aus

Der Maler Eberhard Havekost ist tot. Er sei am Freitag in Berlin im Alter von 52 Jahren gestorben, sagte sein Galerist Frank Lehmann am Samstag in Dresden. Mit seiner kühlen, von modernen Medien inspirierten Malerei zählte er zu den international angesehensten zeitgenössischen deutschen Künstlern. Seine Werke hatten meist präg­nante Titel wie »Superstar«, »Auge«, »Landschaft« oder »Gefühl«.

Havekost wurde 1967 in Dresden geboren und hat nach einer Zwischenstation im Westen dort auch studiert. Er lebte und arbeitete in Berlin und lehrte als Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie. 2010, als die Staatlichen Kunstsammlungen seiner Heimatstadt ihm erstmals eine Einzelausstellung widmeten, sagte Havekost: Früher habe er in seinen Bildern eine lesbare imaginäre Welt entwickelt, »heute ist mir Lesbarkeit nicht mehr so wichtig, ich sehe das Bild nicht nur als Fenster zu einer Gedankenwelt.« Der Betrachter solle interpretieren. Manche Kunstexperten verglichen Havekost mit dem jungen Gerhard Richter, der ebenfalls in Dresden geboren wurde und mit dessen Werk Havekost ironisch spielte. (dpa/jW)

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