Zum Inhalt der Seite
Kunst

Das Spiel ist aus

Der Maler Eberhard Havekost ist tot. Er sei am Freitag in Berlin im Alter von 52 Jahren gestorben, sagte sein Galerist Frank Lehmann am Samstag in Dresden. Mit seiner kühlen, von modernen Medien inspirierten Malerei zählte er zu den international angesehensten zeitgenössischen deutschen Künstlern. Seine Werke hatten meist präg­nante Titel wie »Superstar«, »Auge«, »Landschaft« oder »Gefühl«.

Havekost wurde 1967 in Dresden geboren und hat nach einer Zwischenstation im Westen dort auch studiert. Er lebte und arbeitete in Berlin und lehrte als Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie. 2010, als die Staatlichen Kunstsammlungen seiner Heimatstadt ihm erstmals eine Einzelausstellung widmeten, sagte Havekost: Früher habe er in seinen Bildern eine lesbare imaginäre Welt entwickelt, »heute ist mir Lesbarkeit nicht mehr so wichtig, ich sehe das Bild nicht nur als Fenster zu einer Gedankenwelt.« Der Betrachter solle interpretieren. Manche Kunstexperten verglichen Havekost mit dem jungen Gerhard Richter, der ebenfalls in Dresden geboren wurde und mit dessen Werk Havekost ironisch spielte. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 08.07.2019, Seite 10, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!