Zum Inhalt der Seite

EU: Vorerst kein Verfahren gegen Italien

Brüssel. Angesichts der jüngsten Zusagen Roms will die EU-Kommission zunächst auf die Einleitung eines Defizitverfahrens verzichten. Ein solcher Schritt sei »zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gerechtfertigt«, erklärte Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici am Mittwoch in Brüssel. Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hatte zuletzt gesagt, die Regierung werde wohl das mit der Kommission für 2019 vereinbarte Defizitziel von 2,04 Prozent erreichen. Außerdem hat die Regierung am Montag ein Dekret auf den Weg gebracht, mit dem das Haushaltsminus 2020 begrenzt werden könnte. Sollten Maßnahmen zu einem früheren Renteneintritt oder neue Sozialleistungen weniger als geplant kosten, sollen die Einsparungen genutzt werden, um das Etatdefizit zu drücken. Die Kommission will die Umsetzung der Zusagen »sehr genau überwachen«. (AFP/Reuters/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 04.07.2019, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!