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Strafe auf Rettung von Migranten in Italien

Rom. Die italienische Regierung hat ein Dekret verabschiedet, das es ermöglicht, Hilfsorganisationen für die Rettung von Migranten auf dem Mittelmeer zu bestrafen. Private Schiffe, die gegen die Anweisung verstoßen, nicht in italienische Hoheitsgewässer einzufahren, müssen demnach zwischen 10.000 und 50.000 Euro Strafe zahlen. Der Ministerrat stimmte dem Dekret am Dienstag abend zu. Es geht auf den Chef der faschistischen Lega, Innenminister Matteo Salvini, zurück. Die UNO hatte den Plan kritisiert, weil er das »ausländerfeindliche Klima gegen Migranten« weiter anheize und Hilfsorganisationen kriminalisiere. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.06.2019, Seite 6, Ausland

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