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Neue Zweifel an AfD-Spendern

Berlin. Die Affäre um dubiose Wahlkampfspenden aus der Schweiz an die AfD gibt nach einem Medienbericht neue Rätsel auf. Nach Recherchen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR seien mindestens zwölf der 14 Spender, deren Namen die AfD dem Bundestag genannt hat, untereinander verwandt oder befreundet. Sie hätten zudem einen Bezug zu kleinen Weilern in einem Umkreis von etwa 20 Kilometern im Hunsrück. Ihre Namen stünden auch auf anderen AfD-Spenderlisten. Dem Bericht zufolge hätten mehrere von ihnen bei der Polizei ausgesagt, nur Strohleute zu sein. Gegen die AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Alice Weidel, und andere Mitglieder ihres Kreisverbandes am Bodensee wird wegen Spenden in Höhe von 132.000 Euro ermittelt. Sie waren 2017 in mehreren Tranchen von einer Schweizer Pharmafirma auf Konten des Kreisverbandes überwiesen worden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.03.2019, Seite 1, Inland

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