Zum Inhalt der Seite

Mission »Sea Guardian« rettete niemanden

Berlin. Die Fraktion Die Linke im Bundestag hat den Einsatz der NATO-Operation »Sea Guardian« im Mittelmeer für gescheitert erklärt. Im gesamten Einsatzzeitraum habe die Militäroperation keine Terroristen, »Schlepper« oder Waffenschmuggler festgesetzt, kritisierte der Bundestagsabgeordnete Michel Brandt (Die Linke) am Donnerstag in einer der jungen Welt vorliegenden Mitteilung. Auch habe entgegen allen offiziellen Behauptungen »Sea Guardian« in drei Jahren »keinen einzigen Menschen aus Seenot gerettet«, sagte Brandt. Dies habe eine Auswertung von Antworten der Bundesregierung ergeben. Operationen wie »Sea Guardian« würden lediglich dem Zweck der militärischen Abriegelung der Festung Europa dienen. »Das lehnen wir klar ab!« erklärte der Abgeordnete. Die Linke fordert unter anderem die Einsetzung einer EU-weiten zivilen Seenotrettung. (jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 22.02.2019, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!