Gegründet 1947 Sa. / So., 20. / 21. April 2019, Nr. 93
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Aus: Ausgabe vom 21.01.2019, Seite 15 / Politisches Buch

Neu erschienen

Mitteilungen

In der Monatszeitschrift der Kommunistischen Plattform der Partei Die Linke (KPF) macht Reiner Zilkenat auf das bisher nur auf englisch vorliegende Buch des früheren Pentagon-Mitarbeiters Daniel Ellsberg über US-amerikanische Atomkriegspläne gegen die Sowjetunion und die VR China aufmerksam. Er warne auch heute, »die Bereitschaft der Herrschenden in den USA zu unterschätzen, als erste Atomwaffen einzusetzen«. Hans Schoenefeldt unterstreicht das in seinem Beitrag zur angedrohten Kündigung des INF-Vertrages durch die USA: »Die Kröte, die die USA mit dem INF-Vertrag haben schlucken müssen, will Donald Trump wieder ausspucken.« Außerdem: Horst Schäfer gratuliert Angela Davis zum 75. Geburtstag am 26. Januar, veröffentlicht wird ein Vortrag Herbert Meißners unter dem Titel »Vorwärts mit Marx in eine friedliche Zukunft«, Gregor Schirmer analysiert den »Charakter der real existierenden EU«, Ralph Dobrawa erinnert an die Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts, Brigitte Triems an das vor 100 Jahren errungene Frauenwahlrecht. Horsta Krum berichtet von der KPF-Bundeskonferenz am 8. Dezember 2018. (jW)

Mitteilungen, Heft 1/2019, 42 Seiten, Spendenempfehlung: 1,00 Euro plus Porto, Bezug: KPF, Kleine Alexanderstr. 28, 10178 Berlin, E-Mail: kpf@die-linke.de

Welttrends

Die Autoren der Beiträge zum Themenschwerpunkt der aktuellen Ausgabe des außenpolitischen Journals Welttrends nehmen die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) in den Blick. Die SOZ-Hauptakteure China und Russland rücken immer enger zusammen, findet Wolfgang Grabowski. Vor allem der Sanktionsdruck des »Westens« habe dazu beigetragen, dass Russland chinesische Initiativen wie die zur Gründung einer Entwicklungsbank der SOZ unterstützt. Sergej Birjukow warnt allerdings davor, Differenzen unter den Mitgliedern der Shanghaier Organisation zu übersehen. China betrachte die anderen SOZ-Staaten mehr und mehr auch als Absatzmarkt. Dagegen stehe für Russland die sicherheitspolitische Problematik im Vordergrund. Moskau unternehme bereits Anstrengungen, um »Vorschläge Pekings zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit im Rahmen der SOZ zu bremsen«. Die Schlüsselregion für die Organisation sei Zentralasien, schreibt Bulat Sultanov. Die Staatengruppe strebe hier danach, »auswärtige Mächte aus der Region fernzuhalten oder zumindest ihren Einfluss abzuschwächen«. (jW)

Welttrends, Nr. 147/Januar 2019, 72 Seiten, 4,80 Euro, Bezug: Welttrends, Medienhaus Babelsberg, August-Bebel-Straße 26–52, 14482 Potsdam, E-Mail: bestellung@­welttrends.de

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