-
12.01.2019
- → Feuilleton
Vier Vorschläge
Der Sozialwissenschaftler und Autor Klaus Gietinger, der Schauspieler Rolf Becker und der Historiker Karl Heinz Roth haben anlässlich des bevorstehenden 100. Jahrestages der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht der SPD und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) vier »Vorschläge« unterbreitet. Bei einer Pressekonferenz erklärten Gietinger und Becker am Freitag in Berlin, es sei Zeit, dass sich die SPD zur Verantwortung für den Doppelmord und zur nachgewiesenen Verstrickung von Gustav Noske bekenne. Für Noskes »Massenmordbefehl« vom März 1919 und dessen Folgen solle sich die Partei entschuldigen. Eine Umbenennung der Friedrich-Ebert-Stiftung sei geboten. Die Verteidigungsministerin schließlich solle endlich für die Umbenennung jener Kasernen sorgen, die immer noch nach Offizieren der Wehrmacht bzw. des Kaiserreiches benannt seien. (jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!