-
15.11.2018
- → Ausland
Ruhe in Gaza, Krach in Israel
Jerusalem. Aus Protest gegen den auf Vermittlung Ägyptens zwischen Israel und den palästinensischen Organisationen im Gazastreifen vereinbarten Waffenstillstand hat Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman am Mittwoch seinen Rücktritt erklärt und Neuwahlen gefordert. Der ultrarechte Minister bezeichnete die Feuerpause als »Kapitulation vor dem Terror«. Zuvor hatte Regierungschef Benjamin Netanjahu die am Dienstag abend vereinbarte Einstellung der Kämpfe verteidigt. »Unsere Feinde haben um eine Waffenruhe gebettelt«, sagte er am Mittwoch morgen. In den vergangenen Tagen war es im Gazastreifen zu den schwersten Kämpfen seit dem Gaza-Krieg von 2014 gekommen. Die Hamas feierte Liebermans Rücktritt als »Sieg für Gaza« und als Eingeständnis der Niederlage Israels. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!