Gegründet 1947 Dienstag, 16. Juli 2019, Nr. 162
Die junge Welt wird von 2201 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 15.10.2018, Seite 1 / Inland

Antisemitismusstreit in der AfD

Berlin. Nach seiner Kritik an der Vereinigung »Juden in der AfD« will Fraktionschefin Alice Weidel den Stuttgarter Landtagsabgeordneten Wolfgang Gedeon loswerden. Die Vorsitzende der Bundestagsfraktion sagte der Deutschen Presseagentur am Sonnabend: »Nach Gedeons neuerlichen Ausfällen gegen die Vereinigung der ›Juden in der AfD‹ ist es an der Zeit, dass er endlich aus der Partei fliegt.« Gedeon hatte die Gründung des Zusammenschlusses als »problematische Angelegenheit« bezeichnet. Auf seiner Facebook-Seite schrieb er: »Im günstigsten Fall ist diese Gründung überflüssig wie ein Kropf, im ungünstigsten Fall handelt es sich um eine zionistische Lobbyorganisation, die den Interessen Deutschlands und der Deutschen zuwider läuft.« Antisemitismusvorwürfe gegen Gedeon hatten 2016 zeitweise zur Spaltung der AfD-Fraktion im baden-württembergischen Landtag geführt. (dpa/jW)

Mehr aus: Inland