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Auktionsrekord in Berlin

Max Beckmanns Gemälde »Die Ägypterin« (1942) ist am Donnerstag abend beim Auktionshaus Grisebach in Berlin für 4,7 Millionen Euro unter den Hammer gekommen. Noch nie sei ein Kunstwerk in Deutschland für so viel Geld versteigert worden, teilte das Haus mit. Das 60 mal 30 Zentimeter große Bild stammt aus dem Nachlass von Barbara Göpel, deren Mann Erhard es noch während des Krieges vom Künstler direkt erworben hatte, in dessen Exil in Amsterdam. Erhard Göpel war am Kunstraub der Nazis in Europa beteiligt, beschaffte Bilder für ein geplantes »Führermuseum« in Linz, setzte sich aber auch für verfolgte Künstler ein. »Die Ägypterin« hing jahrzehntelang im Schlafzimmer des Ehepaars Göpel. Die porträtierte Frauengestalt war Beckmann laut einem Tagebucheintrag zunächst im Traum erschienen. Das Gemälde des Expressionisten ist nun im Besitz eines Sammlers aus der Schweiz. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 02.06.2018, Seite 10, Feuilleton

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