Aus: Ausgabe vom 16.04.2018, Seite 5 / Inland

Billigimporte: Biodiesel unter Druck

Berlin. In Deutschland wird die Produktion von Biodiesel zurückgefahren. Die Hersteller reagieren damit nach Angaben ihres Verbandes auf steigende Billigimporte aus Argentinien. Durch die staatliche Förderung sei argentinischer Biodiesel aus Soja etwa 70 Dollar (57 Euro) pro Tonne billiger als hierzulande aus Raps produzierter Diesel, sagte der Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB), Elmar Baumann. Drei Anlagen in Deutschland hätten die Produktion schon verringert oder ganz gestoppt. Biodiesel wird vor allem dem an den Tankstellen verkauften Diesel beigemischt. Die Mineralölkonzerne können damit die staatlichen Vorgaben für die Reduzierung von Treibhausgasen erfüllen. Im vergangenen Jahr waren von den rund 38,6 Millionen Tonnen Dieselkraftstoff, die in Deutschland verkauft wurden, etwa 2,2 Millionen Biodiesel.(dpa/jW)

Das junge Welt-Sommerabo

Lesen Sie drei Monate die gedruckte Ausgabe der Tageszeitung junge Welt! Das Abo kostet 62 Euro statt 115,20 Euro und endet automatisch, muss also nicht abbestellt werden. Dazu erhalten Sie das Buch »Marx to go« aus dem Verlag Neues Leben. Dieses Angebot ist nur bestellbar bis 24. September 2018.

Mehr aus: Inland
  • Außer Hetze nichts zu bieten: Die »Alternative für Deutschland« feierte am Sonnabend ihr fünfjähriges Bestehen. Ein Gespräch mit Martina Renner
    Gitta Düperthal
  • Großdemonstration für bezahlbaren Wohnraum in Berlin bringt Tausende auf die Straße. Polizei spielt Beteiligung herunter
    Jan Greve
  • Feuertod im Polizeirevier: Sonderermittler sollen für Magdeburger Landtag Akten zum Fall Oury Jalloh sichten und bewerten
    Susan Bonath
  • ARD-Reportage über Provokationen der AfD unterstreicht deren Image als Protestpartei
    Claudia Wangerin
  • Zahlreiche Teilnehmer protestierten im Rahmen der Aktion Arbeitsunrecht gegen prekäre Bedingungen beim Lieferdienst Deliveroo
    Jessica Reisner
  • Anhörung über Atommüll: Regierungsvertreter sehen »keine Defizite«
    Juliane Dickel
  • Atomtransporte über den Hamburger Hafen stehen noch lange nicht vor dem Aus. Ein Gespräch mit Stephan Jersch
    Kristian Stemmler