Aus: Ausgabe vom 08.03.2018, Seite 11 / Feuilleton

Voller Erfolg

Es ist ein Triumph der Initiative #verlagegegenrechts: Die Junge Freiheit hat ihre Teilnahme an der Leipziger Buchmesse zurückgezogen. Das teilte der Verlag der rechten Wochenzeitung am Mittwoch mit. JF-Geschäftsführer Dieter Stein warf Buchmessedirektor Oliver Zille vor, mit der Initiative zu kooperieren. Dadurch, dass der Stand der Zeitung in einem »rechtsextremen Block« plaziert werden sollte, sei die Messeteilnahme »rufschädigend und wirtschaftlich sinnlos«. Die Initiative freut sich über die Abmeldung und sieht sich in ihrer Strategie bestätigt: »Wir reagieren auf die Präsenz rechter Verlage mit Aufklärung und emanzipatorischen Inhalten. Uns geht es nicht um ein Verbot, sondern um Widerstand. Wir laden die Buchbranche zu einer politischen und engagierten Diskussion über rechte Verlage auf der Leipziger Buchmesse ein. Dass dies zu einer Absage der Jungen Freiheit geführt hat, werten wir als vollen Erfolg.« so Mitinitiatorin Lisa Mangold laut einer Mitteilung. (jW)

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