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Bundespolizei sandte Daten nach Russland

Berlin. Die Bundespolizei übermittelte 2017 in mehreren Fällen Datensätze aus der Datei »Gewalttäter Sport« an russische Behörden. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine schriftliche Anfrage der Bundestagsabgeordneten Monika Lazar (Bündnis 90/Die Grünen) hervor, wie netzpolitik.org am Donnerstag berichtete. Gegenüber dem Blog kritisierte Lazar, dass die Datenübermittlung einen Präzedenzfall darstelle. »In Russland gibt es keinen mit Deutschland vergleichbaren Datenschutz, was die Voraussetzung für eine Datenübermittlung ist.« Im Vorfeld der WM 2018 dürfe es keinen massenhaften Datenaustausch mit Russland geben, meinte die Abgeordnete. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.01.2018, Seite 4, Inland

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