Mach mit!

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Viele Leserinnen und Leser entdecken die junge Welt zu erst im Pressehandel. Auch, weil sie sich in der Berichterstattung von anderen Zeitungen stark unterscheidet. Aus diesem Grund ist die Präsenz am Kiosk, im Supermarkt oder im Bahnhofsbuchhandel für uns wichtig und deshalb führen wir regelmäßig Werbekampagnen bei den Einzelhändlern durch. Bitte empfehlen Sie es weiter! Für Fragen und Anregungen stehen Ihnen die Kollegen unseres Aktionsbüros (✆ 030/53 63 55-50) gern zur Verfügung.

Hintergrund
  • junge Welt auch in Österreich im Pressehandel erhältlich

    Trafiken in Österreich
    Eine ständig aktualisierte Karte mit Trafiken in Österreich, die jW führen

    Die Tageszeitung junge Welt ist zur Zeit in den folgenden Geschäften in Österreich erhältlich: In Wien und Salzburg erhalten Sie die Zeitung am Erscheinungstag im Pressehandel, in anderen Regionen am Folgetag. Eine Karte mit den aktuellen Verkaufsstellen finden Sie unter www.jungewelt.de/oesterreich. Sollte Ihr Pressehändler die Zeitung nicht im Angebot haben, fragen Sie ihn. Er kann die jW über seinen Pressegroßhändler bestellen und in sein Angebot aufnehmen. Und sollten Sie keine Verkaufsstelle in der gewünschten Nähe finden, können wir auch die Belieferung eines Händlers organisieren. Bitte melden Sie sich dazu einfach unter vertrieb@jungewelt.de oder per Telefon unter 0049 30 53 63 55 82.

  • Auch in der Schweiz am Kiosk erhältlich: junge Welt

    Kioske in der Schweiz
    Eine regelmäßig aktualisierte Übersicht der Kioske in der Schweiz

    Die Tageszeitung junge Welt erhalten Sie auch in der Schweiz im Pressehandel. Welche Pressehändler beliefert werden, können Sie der Karte entnehmen unter www.jungewelt.de/schweiz.

    Sollten Sie keine Verkaufsstelle in der gewünschten Nähe finden, fragen Sie Ihren örtlichen Pressehändler. Er kann die Zeitung über seinen Großhändler bestellen und die jW ins Sortiment aufnehmen. Oder Sie melden sich unter vertrieb@jungewelt.de oder unter 0049 30 53 63 55 82 und wir organisieren die Belieferung.

  • Verändert die Beziehungen!

    Fragen eines intersektionalen Marxismus, zum Beispiel. Eindrücke vom Berliner Kongress »Marx200«

    Eleonora Roldán Mendívil
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    Auch in den postmodernsten Zeiten bleibt die Zentralität der Kategorie »Klasse«: Ein Nachbau des berühmten Ostberliner Marx-Engels-Denkmals aus Pappmaché für den »Marx200«-Kongress des Künstlerduos »Various & Gould«

    Am Samstag war der 200. Geburtstag, am Sonntag ging in Berlin der internationale Kongress »Marx200« zu Ende, den die Rosa-Luxemburg-Stiftung fünf Tage lang im »ND-Gebäude« veranstaltet hatte. Man wollte die Frage klären, »was es heute bedeutet, Marxist*in zu sein – in den verschiedenen Feldern der materialistischen Theorie, der Gesellschaftsanalyse und des politischen Aktivismus«, wie es im Programmheft hieß.

    Marxistische Koryphäen wie Gayatri Chakravorty Spivak, Frigga Haug, Karl-Heinz Roth, Michael Hardt, Michael Heinrich und Alex Demirović sprachen auf Panels und in Workshops. Nachwuchswissenschaftler und junge Aktivisten diskutierten auf deutsch und englisch linke Antworten auf die ökologische Krise, marxistisch-feministische Ansätze über die Reproduktion, Migration und Rassismus und das zeitgenössische Verhältnis kapitalistischer Zentren zu den Peripherien.

    Am Donnerstag gab es ein Panel zu Marxismus-Feminismus zu Ehren der 80jährigen Frigga Haug. Dabei wurde ihre herausragende Leistung, Geschlechterverhältnisse als Produktionsverhältnisse und umkehrt zu betrachten, gewürdigt. Sie habe den Marxismus erweitert, indem sie patriarchale Beziehungen für das Funktionieren der Produktionssphäre untersuchte. Tithi Bhattacharya, Herausgeberin des kürzlich bei Pluto Press in London erschienenen Sammelbandes »Social Reproduction Theory« (Soziale Reproduktionstheorie) nahm diesen Faden auf und diskutierte die Frage der Zentralität der Kategorie »Klasse« für Analysen lokaler und transnationaler sozialer Kämpfe, angefangen bei Kampagnen für Lebensmittelsicherheit über Proteste gegen Umweltzerstörung, Polizeigewalt, Militarisierung und Kolonialismus bis hin zu feministischen Kämpfen für reproduktive Rechte, körperliche Unversehrtheit und gegen Feminizide.

    Bhattacharya erweitert den Begriff der Arbeiterin bzw. des Arbeiters und schließt in Anlehnung an marxistische Theoretikerinnen wie Maria Mies oder Lise Vogel, unbezahlte (reproduktive) Arbeit, also Hausarbeit, Kindererziehung oder emotionale »Beziehungsarbeit« in ihren Arbeitsbegriff mit ein. In der Bilanz der erfolgreichen diesjährigen Frauenstreiks in Argentinien, Spanien, Italien und den USA zum 8. März, empfahl sie eine Ausdehnung auf die Erwerbsarbeit. Bereits 2010 hatte sie im US-amerikanischen Socialist Worker festgestellt: »Es stimmt nicht, dass die Arbeiterklasse nicht in der Sphäre der Reproduktion kämpfen kann. Es ist jedoch wahr, dass sie die Kämpfe gegen das System nur in der Sphäre der Produktion gewinnen kann«. Offen bleibt allerdings die Frage einer konkreten sozialistischen Programmatik.

    Beim Workshop zu »Klasse, Mi­gration und Rassismus im Kontext von Imperialismus und ursprünglicher Akkumulation« diskutierten Kanishka Goonewardena (Kanada), Hannah Cross (England), Olena Lyubchenko (Kanada) und Rhaysa Ruas (Brasilien) über die Anwendbarkeit der Intersek­tionalitätstheorie für einen revolutionären Marxismus. Die Gleichsetzung von Klasse, Rasse und Geschlecht, wie von der Intersektionalitätstheorie vorgeschlagen, wiesen sie einheitlich zurück und sprachen sich für das Primat der Produktion aus, wenngleich sie feststellten, dass Begriffe wie »Haupt«- und »Nebenwiderspruch« dem Verständnis von Ideologie und Unterdrückung nicht genügten. Zugleich wurde auf die lange Tradition marxistischer Wissensproduktion karibischer, lateinamerikanischer, afrikanischer sowie asiatischer Theoretiker, vor allem, aber nicht nur, im Rahmen antikolonialer Befreiungsbewegungen, verwiesen.

    Auf dem Abschlusspanel benutzte Kavita Krishnan, Sekretärin der »All India Progressive Women’s Association« und Mitglied des Politbüros der Kommunistischen Partei Indiens (ML), das Bild einer Architektin, die aus der Gegenwart heraus eine Vision für die Zukunft erschaffe, um die Aufgaben eines heutigen Marxismus zu beschreiben. Krishnan rief zur radikalen Veränderung der sexuellen und emotionalen Beziehungen auf. Marxistinnen und Marxisten hätten diese Sphären bislang zu sehr vernachlässigt. Ihr schwebt eine Verknüpfung materieller Fragen mit denen der Identität und Würde vor. Darüber hinaus betonte sie, dass sich die Theoretiker und Theoretikerinnen an den konkreten Kämpfen der Klasse beteiligen sollten, denn dort würden die realen Veränderungen stattfinden – nicht an den Universitäten und auch nicht bei Konferenzen.

  • Auf der Suche nach einem Kiosk

    Kiosktool
    Auf unserer Seite den nächsten Kiosk finden

    Sie möchten die junge Welt an einem Kiosk oder in einem Supermarkt kaufen? Nutzen Sie einfach das Kiosk-Tool von mykiosk.com und finden Sie eine Verkaufsstelle in Ihrer Nähe. Die Daten werden täglich auf unserer Seite www.jungewelt.de/kiosk aktualisiert.

    Außerdem erhalten Sie die junge Welt in allen Bahnhofsbuchhandlungen, die allerdings in dieser Auflistung nicht aufgeführt sind.

    Sollten Sie keinen Händler in Ihrer Nähe finden, melden Sie sich und wir organisieren schnellstmöglich die Belieferung des gewünschten Händlers.

  • Aus der Druckerei in den Kiosk

    jW in der Druckerei
    Druckfrische jW-Ausgabe

    Bundesweit gibt es knapp über 100.000 Presseverkaufsstellen. Sie reichen vom Pressefachgeschäft über Supermärkte, kleine Kioske und Tankstellen bis hin zu den Bahnhofsbuchhandlungen.

    An knapp 5.000 Verkaufsstellen ist die Tageszeitung junge Welt erhältlich. Damit die Zeitungen auch morgens verkauft werden können, bedarf es einer ausgefeilten Logistik. Eine Pressespedition holt am frühen Abend die Zeitungen an den beiden Druckstandorten ab und transportiert sie nachts in die verschiedenen Regionen, von wo sie durch die örtlichen Pressegroßhändler, die Grossisten, an die Verkaufsstellen geliefert werden. Der Bahnhofsbuchhandel wird direkt von der Druckerei aus beliefert.

    Nicht verkaufte Ausgaben kann der Händler an seinen Großhändler zurückgeben. Erfolgt über mehrere Wochen kein Verkauf, wird die Belieferung des Händlers eingestellt. Der Pressehandel ist ein wichtiger Ort, die Zeitung zu entdecken und kennenzulernen. Auch deshalb ist eine Kioskkampagne, wie sie gegenwärtig läuft, notwendig, um neue Käuferinnen und Käufer anzusprechen und zu erreichen.

    Einen Pressehändler mit jW im Angebot finden Sie unter www.jungewelt.de/kiosk