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Leserbriefe

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Leserbrief zum Artikel Asoziale Hartz-Hetze vom 03.02.2010:

Der Verlierer hat den schwarzen Peter!

Es wird relativiert und Zahlen so genutzt, wie sie dem eigenem Interesse am besten dienlich sind. Dieser Beitrag offenbart eine nicht selten zu beobachtenden Vorgang von reinwaschender Schuldzuweisung. Leider scheinen zu viele Menschen nicht in der Lage oder willens zu sein, solche Zusammenhänge selbst zu erkennen und realistische Bezüge herzustellen. Der Glaube in die „Weisheit" und Macht der Medien ist groß, Illusionen sind zu mächtig, Erregung zu wahr, um sich ihr nicht hinzugeben, und sich dem Rausch von Genugtuung und Anstand zu ergeben. Da kommt es schon vor, dass selbst Betroffene ihren Anstand erkennen, eigentliche Ursachen beiseite lassen und in den verurteilenden Chor mit einstimmen. Nun, die „Anständigen" haben ihr Kreuz zu tragen, wie schön könnte es sein, wenn alle nur anständig zu Kreuze kriechen würden und die Rolle spielen, welche ihnen zugewiesen wurde. Ja, es gibt "böse" Menschen, sie wurden erkannt, wiedereinmal und jetzt gilt es sie zu Verurteilen, welche Ursachen die Taten haben, spielt dabei keine Rolle, genau so wenig wie der Stand der Ermittlungen! Sie wurden des Betruges überführt und allein der Verdacht zählt schon, sie wurden der Vorteilnahme überführt, zum Nachteil aller „braven" Steuerzahler und sie taugen zur Stigmatisierung von Millionen! Nur letzteres zählt, ja sie sind Ursache vieler Probleme, wird intoniert, ihretwegen macht der Staat Schulden und zieht in den Krieg, ihretwegen werden Banken in den Ruin getrieben und Unternehmen gehen in den Konkurs, sie sind der Herd der Krisen, geheizt mit der Kohle, welche sie sich erschlichen haben! Schuldige werden gebraucht und da kommt ein jeder recht, welcher für Ablenkung von den eigentlichen Ursachen/Verursachern gegenwärtiger Probleme sorgt. Ja, so die Intention, weil man Schuldige braucht und wohl dem, welcher Schuldige bestimmen und Schuld zuweisen kann.
Es ist das Spiel EINER GEGEN DEN ANDEREN, welches Ursachen verschleiert und doch nur Ausdruck geheiligten Wettbewerbs ist!
Thomas Loch
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