Reinhard Lakomy war sozusagen Pionier in der DDR, offenbar eine seiner Lieblingsrollen, bei allem, was er auf den Weg brachte. So bereits als begeisterter Jazzer und als erster Wegbereiter für Popmusik mit deutschen Texten.
Vor 50 Jahren starb der Filmregisseur Fritz Lang. In seinem künstlerischen Leben musste er sich mehrfach neu erfinden. Vom Stummfilm über den Tonfilm bis ins Studiosystem von Hollywood.
Die Juristen Christoph Möllers und Nils Weinberg haben in ihrem Buch »Öffentliche Kunstfreiheit« eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Eine Behörde kann ein Bild nicht einfach aus dem Verkehr ziehen. Die schlechte: Es gibt keinen Anspruch auf Förderung.
»Bitte sag ma’, Vizekanzler / Warum folgst du mir auf Insta? / Halt ma’ lieber bisschen Abstand / Ich will nichts mit denen zu tun haben / die das Land hier an die Wand fahren«, rappt Apsilon auf »Keiner von euch«, einem Stück seines neuen Albums »Glanz Null«.
AboWie feiert man heutzutage ein Jubiläum der Bayreuther Festspiele? Mit Krawall, KI und Kummer für Puristen. Das dachte sich wohl Katharina Wagner, Urenkelin des weltberühmten Komponisten Richard Wagner und Chefin der von ihm gegründeten Sommerspiele.
So manche »Straße des Friedens« – ein Motto des diesjährigen jW-Fotowettbewerbs – ist gepflastert mit Gebeinen jener, die das Schweigen der Waffen mittels Kritik der Waffen erzwangen. Dieses Diktum ist heute weitgehend in Vergessenheit geraten.
Erst als die 13 schiefgeht, ist das Medieninteresse da, schalten die TV-Sender, die eben noch abgeschaltet hatten, sich wieder zu. Bei nichts schaut der Mensch dem Menschen lieber zu als beim Sterben.
Im Doppelbett sind eben sie gestrandet, / Zwei dienstlich Reisende, von Müdheit zahm. / Sein Blick war in dem ihren notgelandet, / Woraufhin sie ihn mit auf’s Zimmer nahm.
Erika Schirmer hätte nicht geglaubt, dass sie noch mal in Wir-müssen-den-Gürtel-enger-schnallen-Zeiten leben würde. 1949 hat sie das Lied »Kleine weiße Friedenstaube« geschrieben. Heute wird sie 100 Jahre alt.
Das Angebot von Comics mit Bezug zur Nazizeit ist schon lange unübersichtlich geworden. Aber immer noch gibt es interessante Neuerscheinungen: Keum Suk Gendry-Kims »Gras« und Joris Bas Backers »Baumschatten«.
AboVor ein paar Jahren hieß es, das Netz würde die Menschen in lauter kleinen Bläschen einsperren. Das hat sich gründlich geändert. Mehrere Wellen haben all die Blasen zu Schaum verquirlt. Die erste Welle war die Pandemie. Die zweite ist der Krieg.
AboMetaller sind habituelle Plebejer, auch wenn sie als Gehirnchirurgen arbeiten, und das äußert sich eben nicht nur in ihrer achselzuckenden Bescheidenheit, sondern auch in ihrer Freundlichkeit gegenüber dem arbeitenden Volk.
AboMittwoch gegen 4.30 Uhr in der Frühe vermeldete die irische Polizei die Kollision einer Person mit einem Motorrad in Lucan bei Dublin. Später berichtete die Presse, dass es sich um Glen Hansard handelte, den gefeierten Singer-Songwriter.
In Ermanglung edlern Wilds / Wünsch ich, dass ein Stich dir klaffe / In der Leber oder Milz. / Schau, mein Arm, der kräftig straffe, / Strebt nun, dass er dich erraffe. / Mein verhöhntes Antlitz räch ich, / Dass es keiner mehr begaffe, / Denn beim letzten Verse stech ich.