Paul Cassirer hatte den entscheidenden Mut für die Weltkunst, zudem das Talent fürs Management sowie das nötige Kapital, um seine Visionen umzusetzen. Die Alte Nationalgalerie in Berlin ehrt ihn nun mit einer großangelegten Schau zu seinem 100. Todestag.
Die russische Autorin Gusel Jachina scheitert an Eisenstein. Mit ihrem neuen Roman ist das Niveau der antihistorischen Polemik des Spätimperialismus auf ein neues Tief gesunken.
Am Mittwoch um 14 Uhr starten die dritten »Endlossounds« bei Radio Lora mit 97,5 Stunden nonstop DJ-Sets. Bis Sonntag abend wird ununterbrochen aufgelegt und gegen die Hitze angetanzt, dazu laufen Workshops und Partys.
AboRevanchismus und Russland-Hass nehmen wieder zu. Das Mitglied der SPD-Fraktion des Berliner Abgeordnetenhauses Alexander Freier-Winterwerb möchte das Ehrenmal im Treptower Park umgestalten; die Grünen wollen etwas gegen das »Russische Haus für Wissenschaft und Kultur« unternehmen
Christopher Nolans »Odyssee« hat an den Kinokassen die Eine-Milliarde-US-Dollar-Marke geknackt. Was verwundert, denn leicht konsumierbar ist der Film nicht. Zudem nicht weniger als eine Auseinandersetzung mit der transatlantischen Selbstgerechtigkeit.
Die entfaltete Rede führt dazu, dass Bildsprache als eigenständige Mitteilung kaum stattfinden kann. Zudem serviert der Film auf die Art seine eigene Interpretation, und zwar ohne Unterlass, nimmt dem Publikum schlicht das Denken ab.
Harald Grosskopf bringt sein neues Soloalbum »Glitches Brew« raus und blickt im jW-Gespräch auf eine lange Karriere zwischen Krautrock, Neue Deutsche Welle und Electronica zurück.
Seit fünfzig Jahren schreibt Philippe Djian Jahr für Jahr mindestens einen Roman. Jedes Jahr ein Roman. Wie schafft er dieses Pensum? Zum Beispiel dadurch, dass er immer nur eine Fassung schreibt, die ist es dann. Sein neuer Roman heißt »Offene Rechnung«.
Wollten wir als Schüler nicht alle mal den Eltern und Lehrern zeigen, wo es langgeht? Für die Nachfolgegenerationen liefert Eli Roth mit »Ice Cream Man« eine perfekte Bedienungsanleitung, um Klugscheißer aus dem Weg zu räumen.
Von Marc Hairapetian
Archivio Fotografico Storico/Fotowall/di Walter Breveglieri/Ed. MIinerva/arte
Dürrenmatts »Das Versprechen«. 1958 geschrieben, noch im selben Jahr sinnentstellend verfilmt. 2001 nimmt sich Sean Penn des Stoffes an. Diesmal, ohne ihm die eigentliche Pointe zu stehlen.