AboMit den digitalen Herausforderungen bei der Einreise in Beijing könnte ich beginnen. Oder, gerechterweise, mit den vielen Büchern, die ich vor meiner Visite im »Reich der Mitte« gelesen habe. Aber mir geht die Zickzackbrücke im Yu-Garten von Shanghai nicht aus dem Sinn.
AboManche Leserinnen und Leser haben natürlich Wichtigeres zu tun, als ihre Zeit mit der Lektüre überlanger Schwarten zu vergeuden. Da ist es nur billig, wenn Verlage der Aufmerksamkeitsspanne der Leserschaft dadurch Rechnung tragen, dass sie überflüssigen Firlefanz weglassen.
Wenn dieser Martin Iaies alles daran gesetzt hätte, ein As an der elektrischen Gitarre zu werden, wäre er nicht dahin gelangt, wo er heute steht: am Dirigentenpult vor einem fabelhaften kleinen Orchester, das ganz nach seiner Pfeife tanzt.
Der Käfer, der wider Kafkas Willen auf etlichen Deckeln von »Die Verwandlung«-Ausgaben gelandet ist, hat es auch auf das Cover von Luca Kiesers »Simsalabim, Simon Brenner« geschafft.
AboNach den Ferien warten die Schülerinnen und Schüler einer Dorfschule im Umland der pakistanischen Metropole Karatschi vor einem verschlossenen Tor. Die Schule stehe unter einem Fluch, sagt der Wachmann.
Springen auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, über Ihren Schatten und auf den Zug namens »Fotowettbewerb 2026« auf. Letzterer könnte sich als Springquelle weiteren zumindest geistigen Reichtums erweisen. Und der ist doch der springende Punkt.
courtesy OAKHURST PRODUCTIONS/Ronald Grant Archive/Mary Evans Ronald Grant/imago
Die beste Geschichte dieses Films ist die Geschichte dieses Films. 1969 kam er ins Kino, mit geplanter Fortsetzung. Sein Cliffhanger ist ein Cliffhanger. Einer ohne Ende zudem.
Ein Gedicht für den früheren Verfassungsschützer Hans-Georg Maaßen, der in der Deutschenfeindlichkeit das größte Problem gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit der Jetztzeit wittert.
Die zentrale Frage, die Euripides’ »Iphigenie in Aulis« aufwirft, ist so zeitlos wie hochaktuell: Was kann Menschlichkeit überhaupt noch bedeuten, wenn Menschen ungerührt der Abschlachtung von Kindern zusehen, sobald ihnen diese als alternativlos präsentiert wird?
Wie es schillert: Das Programm »Nachtcafé«, gestaltet von Hannes Zerbe am Piano, Jürgen Kupke an der Klarinette und Heide Bartholomäus mit ihrer starken Stimme, vereint tiefsinnig-witzige Gedichte von Gottfried Benn mit hochkarätigem Jazz.
Die digitalen Zwillinge sind nicht bloß digitale Phantasiewesen. Man muss sie als ein politisches Projekt begreifen, denn sie könnten die Kluft zwischen Daten und Welt überbrücken. Sollte das gelingen und von realen Menschen akzeptiert werden, hätte das enorme Folgen.
Als um 1990 Grunge aufkam, waren wir uns unserer antirockistischen Gesinnung sehr sicher – unserer Ablehnung von allem, was nach Machopose oder dem Klischee »ehrlicher handgemachter Musik« schmeckte.
Die kommenden Wahlen in Sachsen-Anhalt sind historisch. Alle sprechen über die AfD, doch dass all die anderen Parteien seit Jahren eine miserable Politik in dem Bundesland machen, wird als bekannt vorausgesetzt.