Der Althistoriker Alexander Demandt handelt viele große und unzählige kleine Fälschungen, Korrekturen, Beschönigungen und Umdeutungen in der deutschen, europäischen und vorderasiatischen Geschichte sorgfältig ab.
1962 durfte noch gehofft werden: »Der Krieg ist vorbei. / Gesegnet, gesegnet das Bett / Und die Wonnen der Liebe.« Heute verkehrt die Regie Hacksens Ende in sein Gegenteil. Christina Friedrich inszeniert »Der Frieden« am Staatstheater Cottbus.
AboDie Bank für Internationalen Zahlungsausgleich hat am Montag eine Studie zur Wirkung von Wirtschaftssanktionen veröffentlicht. Unter der Kapitelüberschrift »The Geography of Winners and Losers from the Sanctions on Russia« gehen die Autoren den Auswirkungen der Sanktionen nach.
Abo»Katharina Sieverding im Dialog mit Joseph Beuys« heißt die aktuelle Ausstellung im Museum Schloss Moyland. O-Ton: »Jetzt ist Schluss mit High Culture. Jetzt gehe ich zu Beuys, jetzt möchte ich meine eigenen Statements formulieren.«
Mit der Geschichte nimmt die Geschichte es nicht so genau. Erst nach einer Stunde Laufzeit kommen die im Frühjahr 1962 in der Türkei stationierten NATO-Raketen ins Spiel, da ist das Narrativ der bloß reagierenden USA längst etabliert.
Otto Dix verarbeitete seine Erfahrungen als Soldat im Ersten Weltkrieg in zahlreichen Bildern. Sie zeigen die Realität des Krieges fernab von jedem Heldenmythos und haben kaum an Aktualität verloren.
Grundsätzlich ist jeder Versuch, Hegel neu zu vermitteln, begrüßenswert. Doch ist es im Falle von Bayraktars gerade in der rühmlichen »Basiswissen«-Reihe des Papyrossa-Verlages erschienenen Einführung gelungen?
Dass es fast zwei Jahre gedauert hat, bis Destry Allyn Spielbergs Spielfilmdebüt »A Quiet House« in Deutschland anlaufen kann, wirft ein bezeichnendes Licht auf die Verwertungslogik des hiesigen Filmmarktes, der wenig Risiken eingehen möchte.
Zunächst hört man nur das Summen einer Fliege. Erst als Olga Mendoza zu einem rabiateren Mittel greift, kehrt Ruhe ein. Doch auch die ist vergiftet. Fernando Eimbckes Film »Moscas – Fliegen und andere Gäste«.
Seit einiger Zeit ist viel von Brand die Rede. Gemeint ist hier nicht der Nachdurst als Folge und Gütesiegel einer ausgiebigen Feierlichkeit mit diversen Alkoholika. Gesoffen wird ja immer, wenn auch heute mehr Alkopops als Wein und Weinbrand.
Der Deutschlandfunk ist um schrille Töne nicht verlegen, wenn es darum geht, eine mögliche »rot-grün-rote« Koalition in Berlin schlechtzureden. Über Bande gelingt das hervorragend in der morgendlichen »Presseschau«.