Erika Schirmer hätte nicht geglaubt, dass sie noch mal in Wir-müssen-den-Gürtel-enger-schnallen-Zeiten leben würde. 1949 hat sie das Lied »Kleine weiße Friedenstaube« geschrieben. Heute wird sie 100 Jahre alt.
Das Angebot von Comics mit Bezug zur Nazizeit ist schon lange unübersichtlich geworden. Aber immer noch gibt es interessante Neuerscheinungen: Keum Suk Gendry-Kims »Gras« und Joris Bas Backers »Baumschatten«.
AboVor ein paar Jahren hieß es, das Netz würde die Menschen in lauter kleinen Bläschen einsperren. Das hat sich gründlich geändert. Mehrere Wellen haben all die Blasen zu Schaum verquirlt. Die erste Welle war die Pandemie. Die zweite ist der Krieg.
AboMetaller sind habituelle Plebejer, auch wenn sie als Gehirnchirurgen arbeiten, und das äußert sich eben nicht nur in ihrer achselzuckenden Bescheidenheit, sondern auch in ihrer Freundlichkeit gegenüber dem arbeitenden Volk.
AboMittwoch gegen 4.30 Uhr in der Frühe vermeldete die irische Polizei die Kollision einer Person mit einem Motorrad in Lucan bei Dublin. Später berichtete die Presse, dass es sich um Glen Hansard handelte, den gefeierten Singer-Songwriter.
In Ermanglung edlern Wilds / Wünsch ich, dass ein Stich dir klaffe / In der Leber oder Milz. / Schau, mein Arm, der kräftig straffe, / Strebt nun, dass er dich erraffe. / Mein verhöhntes Antlitz räch ich, / Dass es keiner mehr begaffe, / Denn beim letzten Verse stech ich.
Hannes Bajohr und Ann Cotten haben einen Sammelband herausgegeben, mit dem sie den »schreibmedialen Schwellenmoment« reflektieren wollen »nach der Einführung großer Sprachmodelle, vor ihrer völligen lebensweltlichen Normalisierung«.
Bei der Ausstellung »Radikale Hoffnung – Kunst und Arbeitskampf« in Gelsenkirchen beziehen sich die Kuratorinnen Julia Höner und Friederike Sigler auf den US-amerikanischen Philosophen und Psychoanalytiker Jonathan Lear.
AboMan muss dem etwas geschwätzigen Hollywoodkammerspiel »The Invite« zugute halten, dass das illustre Darstellerquartett vor Spielfreude nur so strotzt. Vor allem der immer noch jugendlich wirkende Edward Norton und die blondierte Penélope Cruz geben ihrem Affen gehörig Zucker.
Kaum ist die WM vorbei, bricht FIFA-Präsident Gianni Infantino schon das nächste Tabu. Seine neueste Idee: Private Investoren sollen mit ins Boot geholt werden, um die kommenden Weltmeisterschaften zu vermarkten.
AboAllzu bald und also immer noch früh erwacht die Rückbank und mit ihr der Wunsch nach Musik. Road to nowhere, Highway to hell? »Autobahn« von Kraftwerk für die Eltern, über weitere Stücke kann man diskutieren und darüber wieder ein paar Kilometer fressen.
Eine Initiative möchte einen Teil der rumänischen Karpaten unter Naturschutz stellen. Doch seltsamerweise sind manche Bergbewohner dagegen. Sie fürchten Angriffe von Bären – und eine Wiederkehr des Kommunismus, wenn man der Reportage »Re« auf Arte glaubt.