AboEinmal in der Woche ging Reinhard Strecker zu den Vorträgen in der »Topographie des Terrors« und beteiligte sich anschließend mit seiner Expertise an den Diskussionen. Irgendwann kamen wir ins Gespräch, und es entstand eine kleine Kneipenrunde in der Berliner Stadtklause.
Endlich sagt’s mal einer: »In unserer Phantasie, das heißt im Internet, gibt es fast nur entsetzliche Orte.« – Clemens J. Setz’ neuer Erzählband »Mein Leben als Noiseband«.
AboWer vertut schon gerne seine Zeit? Eigentlich niemand. Beim Künstler Erik Seidel ist das anders. Ihm entsprangen in jenen Jahren, auf die er keinen speziellen Fokus legte, Kunstwerke von besonderem Wert.
Die »Deluxe Edition« von Thin Lizzys Debütalbum bündelt alle Aufnahmen der Jahre 1970/71, diverse Alternativversionen und ergänzt zudem einen zweiten Mix von Richard Whittaker, der Audiophile zum Schnurren bringen wird.
Im Land der Raketenwürmer, Arrakis, wo man das Spice erntet, wird aus der von David Lynch einst glattgebügelten Heldenreise des Paul Atreides, was Frank Herbert mal im Sinn hatte: die Zerlegung eines Heldenbilds.
Genaue Beobachtung zur Erkenntnis des Selbst und der Welt, die in scharfsinniger und ergötzlicher Weise geschildert wird: Das ist das Programm des Erzählers Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen. Vor 350 Jahren starb der Autor des berühmten »Simplicissimus«.
Ein falsches Schielen auf das Publicum hat daher längst eingesetzt, man trifft sich über gut oder schlecht motivierten Figuren. Man glaubt, seinen Leser zu kennen. Dabei sieht man zuvörderst seinen eigenen schwankenden Glauben.
Robert Pfallers Reader »Klare Striche zu wunden Punkten« versammelt Gespräche und kleine Reden (übrigens auch zu Humor und schönen Autos), was den Effekt hat, dass sich dieselben Thesen in je anderen Worten wiederholen.
Ein Latin Lover im Silberland, so distinguiert wie der Chipping Sodbury Golf Club, und der Sage nach der erste Mensch in Wolfenbüttel mit einem Walkman: Der Sportkorrespondent und Fußballpoet André Dahlmeyer wird am 16. August 60 Jahre alt.
Weltweit wurde am Donnerstag der 100. Geburtstag Fidel Castros begangen – auch in Berlin, in der jW-Maigalerie. Weit mehr als 100 Gäste drängten sich zur Eröffnung der Fotoausstellung »¡Hasta Siempre, Fidel!«. Sie ist bis zum 2. Oktober zu besichtigen
Die Sprache der Bilder und die von ihr ausgelösten Stimmungen bilden den Kern von Roderick Warichs melancholischem Film »Funeral Casino Blues«. Darin verlieren sich die Spuren zweier Liebender, doch sie begegnen einander auf geheimnisvolle Weise wieder.
Der erste Roman der Fleming-Reihe galt lange als schwer verfilmbar. »Casino Royale« erzählt, wie Bond Bond werden konnte, jener zynisch lächelnde Unheld mit der Angewohnheit, Frauen ins Messer seiner Gegenspieler laufen zu lassen.
Dein Handy hat gepiept. / Ich hatte dir geschrieben: / »Hab mich in dich verliebt.« / Da war es zehn nach sieben. // Mein Handy hat gepiept. / Kein Feuer war entfacht: / »Tja, was es alles gibt …«