Der Comic »Die Geschichte der Drogen« überrascht. Er beginnt mit einer Autoschlange. »Die Appalachen. Normalerweise kommen die Leute zum Jagen oder zum Wandern her. Aber 2006 hätte ein erstaunter Beobachter einen Stau auf der Ausfahrt der Route 52 bemerken können ...«.
Zwei Besatzungszonen, zwei Goethe-Preise, zwei Empfänge mit Amtsträgern, Festakten und Blitzlichtgewitter. Dazwischen: Thomas Mann, der in sein Geburtsland zurückkehrt, und keine Zonen kennen will.
Man versetze sich nach Italien. In einen Sommer in den 70er Jahren in Rom. War es nicht die Stadt der Liebe damals, mehr noch als Paris? Modernes Design, leuchtende Farben und lautes Lachen prägten das Straßenbild.
AboIn Österreich ist Sprachskepsis seit Karl Kraus ein großes Thema. Zuletzt kam der Lord-Chandos-Brief jedoch verspätet an – dabei könnte die Kritik am sozialdemokratischen Herrschaftsjargon derzeit nicht größer sein.
Die Idee, in die Vergangenheit zurückzukehren, um für ein Ereignis zu sorgen, das die eigene Identität bereits bestimmt hat, bildet das Zentrum der Phantasie von der Urszene genauso wie das Paradoxon der Zeitschleife.
Mag er nicht, kann weg: Wohl auf Geheiß von US-Präsident Donald Trump wurde am Mittwoch die Plastik »Blue« des Künstlers Joel Shapiro vom John-F.-Kennedy-Zentrum für darstellende Kunst in Washington, D. C., entfernt.
Die Parole, die für so viel Empörung sorgt, lautet wohlgemerkt nicht »Tod den Israelis« (geschweige denn »Tod den Juden«) und richtet sich auch nicht gegen den einzelnen wehrpflichtigen israelischen Soldaten als Individuum, sondern gegen die Institution, deren Uniform er trägt.
Tugend geht auf das althochdeutsche »tugund« zurück, »taugen« und »tüchtig« sind Derivate. Ursprünglich zielt das Wort nicht auf sittliche Vollkommenheit, vielmehr auf die Tauglichkeit eines Menschen.
Arm, aber sexy: Sicher ist »Für immer 16« von Brezel Göring auch ein Film für und über Françoise Cactus, die 2021 viel zu früh verstorbene Sängerin der Berliner Band Stereo Total.
AboJubilare der Woche: Simone von Zglinicki wurde noch auf der Schauspielschule für den Film entdeckt. Als Fernsehkriminalist ist Lucas Gregorowicz bekannt. Unzählige Musiken für Filme, Reihen und Serien hat Arnold Fritzsch geliefert.
Du siehst aus, sagte / mein Dichterfreund Johannes, / wie ein Prolet, der sich in / Schale geworfen hat. / Und ich dachte: gar kein / schlechtes Kompliment / von einem, der wie / der Ober eines Bahnhofsrestaurants / gekleidet ist.