AboUnsere Autorin Burga Kalinowski trifft in der Reihe »90plus« Gesprächspartner in Ost und West. Heute Teil 1: Wolfram Schubert, Maler und in der DDR Vorsitzender des Verbandes Bildender Künstler Neubrandenburg.
Der Zeichner Vincent Perriot bietet viel Phantasie und Können auf, um aus den Fakten, Zusammenhängen und Ideen kein ödes oder deprimierendes Lehrbuch zu machen, sondern einen spannenden, überraschenden, erhellenden Sachcomic.
Während die Welt Robert Stährs »TAGE BUCH« in wenigen Tagen buchstäblich aus den Fugen gerät und von der Stadt am Ende nur noch »Ruinenlandschaften« übrigbleiben, ist die Sprache in jedem Moment nüchtern, gefasst und präzise.
AboDen kommunistischen Psychoanalytiker Wilhelm Reich darf man wohl als konsequentesten Vertreter der ursprünglichen Lehre Freuds von der »Sexualität in der Ätiologie der Neurosen« und der Libidotheorie bezeichnen.
Der Freie Radiosender Fratz in Flensburg sammelt Geld gegen die drohende Abwicklung. Der Kulturausschuss der Stadt hatte im Juni Radio Fratz aus der Kulturförderung gekickt, ab 2027 sitzen die Kollegen an der Küste weitgehend auf dem Trockenen.
AboAm 6. Oktober gibt es Jazz aus Frauenhand: Stimmungswechsel sind dabei keine Untugend, sondern eine Stärke. Denn das Duo Birgitta Flick und Carol Liebowitz überlässt zwar viel dem musikalischen Zufall, sprich der schicksalhaften Improvisation.
Die Idee, Hans Landa das Hakenkreuz auf die Stirn zu ritzen, damit er für immer als Nazi kenntlich bleibe, ist gut. Das Problem aber: Man kann eine Nazigeschichte cool erzählen, doch vielleicht sollte man es nicht tun.
Die NATO hat den Internationalen Preis des Westfälischen Friedens herhalten. Das ist nicht nur bezogen auf sie bizarr. Es bezeugt auch ein verfehltes Verständnis des Dreißigjährigen Kriegs.
Der späte Expressionist Otto Gleichmann wird im Sprengel-Museum Hannover mit einer Ausstellung und einem umfangreichen Katalog erneut gewürdigt. Die Kuratorin Karin Orchard umrahmt seine Werke mit Gemälden und Grafiken seiner zeitgenössischen Kolleginnen und Kollegen.
Valeria Gordeev entwirft in »Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle« eine rhizomatische Erzählung rund um ein zerstrittenes Geschwisterpaar und ihren Patenonkel, der mephistophelisch über allem schwebt.
Mit tonnenweise Make-up und im Fatsuit ist Tom Cruise als durchgeknallter Multimilliardär allerdings der einzige Lichtblick einer Farce, die Vorbildern wie »Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben« nicht im Ansatz das Wasser reichen kann.
Nah am Wasser – das so blau ist, wie es sich gehört – steht der originellste Grabstein hier. Er gehört zum Grab des Berliner Karikaturisten, Grafikers und Autors Manfred Bofinger, der am 5. Oktober 85 Jahre alt geworden wäre.