Das Ballett »Revolución diamantina« wurde 2025 mit einem Grammy als beste zeitgenössische Komposition ausgezeichnet. Der Dirigent Gustavo Dudamel, der auch die erste Einspielung leitete, brachte nun eine Konzertfassung des Werks in die Philharmonie Berlin.
AboRuth Herzbergs neuer Roman »Frequenzen« nimmt das Vertraute als Schöpfungsgeschichte des Unbehaglichen. Adam und Eva lernen darin einander kennen – und führen sich auf wie die ersten Menschen.
Michael Sarnoskis Abrechnung mit dem Edelmenschen in »The Death of Robin Hood« ist im Grunde ein blutiges Remake von Richard Lesters »Robin und Marian« (1976) mit Sean Connery und Audrey Hepburn in den Titelrollen.
In der jW-Maigalerie wurde am vergangenen Donnerstag an den 85. Jahrestag des Überfalls der Wehrmacht auf die UdSSR und den von den Nazis geplanten Völkermord am sowjetischen Volk erinnert.
Drei Ratschläge gibt Trumps Mentor Cohn seinem Lehrling auf den Weg: Immer angreifen, auch wenn man angegriffen wird. Zwei: Niemals einen Fehler zugeben. Drei: Egal, ob es zur Situation passt oder nicht, sich stets so verhalten, als habe man gewonnen.
Unter den neuen militaristischen Vorzeichen wirkt pazifistische Kunst anstößig und wird unterdrückt. Wie ergeht es der Kunst in Kriegszeiten? Einige aktuelle und historische Beispiele aus Deutschland.
Am 12. Juni jährte sich der Todestag von Karl Kraus zum 90. Mal. Der unerbittliche Kritiker medialer Sprachverhunzung und gesellschaftlicher Heuchelei starb 1936 in Wien. Was er schrieb, war eine kompromisslose Antwort auf die Entmündigung des Denkens durch leere Floskeln.
Der kindlich-naive Blick auf die USA war der auf einen flächenstaatsgroßen Freizeitpark. Selbst das Düsen durch die Wüste erschien dank Route 66 wie ein großes Abenteuer mit Zuckerzeug auf dem Armaturenbrett und im Becherhalter.
Gleich am Anfang wird abgerissen. Regisseur Hlynur Pálmason richtet den Blick seines Publikums auf eine leere Halle. An der ist nichts Ungewöhnliches zu finden, ein bisschen alt vielleicht, schmutzig an den Wänden.
Die Ausstellung »Tirailleurs. Von Kanonenfutter zu Avantgarde – Die vergessenen Soldat*innen, die Europa befreit haben« im Berliner Haus der Kulturen der Welt wollte die Verschränkung von Krieg, kolonialer Gewalt und politischen Aufbrüche ausloten.
Und es wird nichts Neues daran sein, ewig rollt das Rad des Seins, und deshalb informierte uns Sven Lorig, der kosmische, grenzenlos unfähige Moderator des ARD-»Morgenmagazins«, darüber, dass Messi und Kane »über vierzig« sind.
Deutsche Kinder wachsen mit Pizza und Bolo auf, können mehr Pasta- als Kohlsorten unterscheiden. Auch wenn wir den erwachsenen Schatz fragen, was sollen wir essen, ist die Antwort meistens »italienisch«.
Seine noble Abstammung hat dem Helden Herkules ganz schön zu schaffen gemacht. Zu lachen hatte er meist wenig. Immer nur arbeiten. Jagen, Stall ausmisten, Hals abschneiden.
Man hört es ständig, und je / öfter man es hört, desto unaufhaltsamer / kriecht die Wut in einem hoch. // Haben das die Menschen / 1939 nicht auch gesagt? Und 1914 / und vor all den anderen / sinnlosen Kriegen davor?