AboBirgit und Horst Lohmeyer geben nicht auf. Wie wichtig zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus ist, zeigt sich jeden Tag, irgendwo in Deutschland, in großen Städten und kleinen Gemeinden, in Ballungszentren und abgelegenen Regionen.
Premierenwochenende in Wien: Am Akademietheater wird »Merlin oder das wüste Land« von Tankred Dorst als Mitklatschinszenierung gegeben, während Elfriede Jelineks »Unter Tieren« am Burgtheater nicht richtig ernstgenommen wird – zumindest abseits der Bühne.
Ein Schimpfwort, dessen Verwendung im Diskursraum der großen Politik aufgrund der deutschen Geschichte zeitweise als unanständig, geradezu skandalös galt und vermieden wurde, kommt wieder in Mode: vaterlandslose Gesellen.
AboEin ordentliches Stück Geschichte hat Swetlana Schönfeld miterlebt, die am Mittwoch 75 geworden wäre, aber leider im Mai gestorben ist. Ihre Mutter, eine deutsche Kommunistin, hatte in der Emigration kein Glück.
Die Anfänge der Detektiv- und Kriminalgeschichten heutiger Prägung liegen im neunzehnten Jahrhundert, nämlich bei den Memoiren des Tausendsassas Eugène François Vidocq, der nach vielen Gaunereien und langer Arbeit für die Polizei die welterste Detektei eröffnet hat.
Das Gehirn liebt pures Durcheinander nicht, es zieht den sinnlosen Sinn der sinnhaften Sinnlosigkeit vor. So zeichnet sich das Bild einer Kulturindustrie, die jede Gegenbewegung gleich wieder in sich integriert.
Alle Phaser auf Betäubung: Star Trek wird 60 und ist schon lange tot. Stets ein Spiegel der Entstehungszeit, zelebrieren die Produktionen der letzten Jahre vor allem den geistigen Niedergang und das Ende des Storytellings.
Die neunziger Jahre sind ein Fluchtpunkt der Literatur aus vormals jugoslawischen Ländern. Maja Iskra hat mit »Uppercut« eine schlagkräftige weibliche Perspektive vorgelegt. Sie bedient sich dabei einer schnoddrigen Straßensprache, knapp und präzise. Das gibt Tempo.
Wissenschaftler sprechen von einer »ontologischen Wende«. Gemeint ist, dass Tiere, Pflanzen, Berge, Flüsse und andere Lebensräume, die in der animistischen Weltsicht von Indigenen als Personen wahrgenommen werden.
»Zeitlos« ist ein schönes Wort. Auf die dreizehnte Platte von Dinosaur Jr. trifft es voll zu oder eben gar nicht, je nach Standpunkt. Versuchen wir uns also erst einmal historisch, dann privat, schließlich zeitgenössisch »There Near« zu nähern.
Eine gewichtige literarische Sensation, die erst seit kurzem Buchhandelsregalbretter durchdrückt, wird schon ab dem kommenden Wochenende im Radio zu hören sein: Die »German Diaries« von Samuel Beckett.
Der Kapitalismus macht alles marktförmig, zum Spektakel. Jeder Politikerspruch ist entweder Werbeparole oder Rumgeeiere. Wer gesteht Probleme oder gar Fehler ein? Wer redet Tacheles?
Von Marc Hieronimus
IDF/videoidf.azureedge.net (18.04.2026) via rabbithole/Screenshot https://www.youtube.com/watch?v=avzp_zAZnC8
Ein zerstörter Krankenwagen, Einschusslöcher, auf dem Boden zerstreute kaputte Geräte. Und in der Mitte auf einer Trage: akkurat angeordnete Waffen der Hisbollah. Weil das sehr offensichtlich wie ein Fake aussieht, hat sich die ARD die Videos genauer angesehen.
Am 8. September 2023 starb der Lyriker und Dramaturg Michael Mäde-Murray. Von 2007 bis 2020 leitete er die Ladengalerie der jungen Welt in Berlin. In memoriam, eines seiner Gedichte – und zugleich ein Gruß an eine Kollegin.