AboÜber Kinder- und Jugendliteratur in der DDR. Eine Erinnerung an den Schriftsteller Gerhard Holtz-Baumert, der vor 30 Jahren starb und bis heute als Urheber des »Alfons Zitterbacke« bekannt ist
AboIm Frühjahr 1990 veröffentlichte Christian Geissler die »dissonanzen der klärung«, konzipiert als offener »brief an die genossinnen und genossinnen der rote armee fraktion«. Sind sind Geisslers einziger längerer, diskursiver Text, der sich monothematisch mit der RAF beschäftigt.
Mit 20 Jahren konnte Emma Goldman schon auf ein »Gelebtes Leben« zurückblicken, wie sie viele Jahre später ihre Autobiographie betiteln sollte, dabei stand ihr das meiste noch bevor. Dreimal sollte sie wegen ihrer Überzeugungen ins Gefängnis gehen.
Dass Jenny Erpenbecks »Heimsuchung« von Volker Schlöndorff adaptiert werden würde, war unvermeidlich. Die Schriftstellerin ist international so anerkannt wie keine deutsche Kollegin, und ihr 2008 erschienener Roman ist längst Pflichtlektüre fürs Abitur.
AboIch hatte einen Traum. Er war friedlich, schön, er war sogar sehr stilvoll, obgleich ich von Stil, wie ihn die Leute heutzutage definieren, keine Ahnung habe. Mir träumte von Chuck Berry. Ich vermute, es war 2017, im Jahr nach seinem Tod.
AboKlaus Kinski wurde gerade einmal 65 Jahre. Das Alter hätte ihm auch nicht gestanden. Kinski, geboren am 18. Oktober 1926, das war pure Vitalität, überschüssige Kraft, ziellose Wucht.
Wie erklärt man, dass man die AfD für die neue NSDAP hält, ohne zu sagen, dass die AfD die neue NSDAP ist? Der Redaktion des ARD-Magazins »Monitor« ist dieser Kniff mit dem am Donnerstag abend gesendeten Beitrag gelungen.
Wenn der Chef der Deutschen Bank / Die Regierung lobt, dann rette / Sich wer kann: Sie machen deine / Rente bald zur Pferdewette. // Anders als in Hoppegarten, / Wo der Gaul im Zaum sich hält.
Während des Orchestervorspiels zu Alexander Zemlinskys »Florentinischer Tragödie« hebt und senkt sich der Vorhang mehrmals hektisch. Regisseur Vasily Barkhatov nutzt die kurze Zeitstrecke, um die Rahmenhandlung zu exponieren.
Placebo waren am Montag abend in Leipzig und feierten 30jähriges Bandbestehen. In ausverkauftem Haus wohlgemerkt, aber viel mehr wären bei den saftigen Ticketpreisen – von 80 Euro aufwärts – wohl eh nicht gekommen.
Sicher ist Böhmermanns Schwalbe-Clip Teil der vielbeschworenen »Verrohung des politischen Diskurses«, die er ja nicht mildert, indem er sie fortspinnt. Er hat sie aber nicht erfunden, und der grobe Keil gehört so zum groben Klotz wie die Heuchelei zum rechten Rand.
Wer die Infosphäre eines Landes Privatunternehmen überlässt, übergibt ihnen auch die politische Meinungsbildung. Darauf zu hoffen, dass die Besitzer der Netzwerkmonopole mit ihrer Macht verantwortungsvoll umgehen, ist politisch blind.
»Früher war mehr Mehlschwalbe!« bellte der Herr Redakteur gestern ins Telefon. »Na klar!« raunzte ich ihn an. »Bedanke dich bei der beschissenen EU, die jeden Feldweg asphaltieren und jede schlammige Pfütze versiegeln lässt!«
Im Juni nahm die Rheinmetall-Fabrik im Berliner Wedding, die bislang Autoteile hergestellt hatte, die Produktion von Geschosshülsen und Drohnenteilen für Israel auf. Der Unmut über die Rüstungsschmiede im Wohngebiet ist groß, aber der RBB findet jemanden, dem alles gefällt.