AboNazismus war gestern, und ohnehin waren die Russen ja viel schlimmer als die Deutschen. Daraus folgt die Erzählung: Der heutige deutsche Imperialismus ist ein Akt der Verteidigung gegen den neuen Stalin bzw. Hitler namens Putin.
Eskapismus und Nostalgie hatten nie einen guten Leumund in aufgeklärten linken Kreisen. Doch am Kraftstrom des Gestrigen den eigenen Generator aufzuladen, ist bisweilen sinnvoll und vermutlich eine universelle menschliche Regung.
Mit der Kultur der Wagenplätze, ihrem Alltag und ihren Perspektiven beschäftigt sich die Leipziger Ausstellung »Drinnen im Draußen«. Sie eröffnete am 22. August direkt vor »Karl-Helga« in der Klingenstraße im Stadtteil Plagwitz.
Kant brachte den kategorischen Imperativ 1785 auf eine knappe Formel: »Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.«
AboJubilare der Woche: Günter Haubold und Gábor Bódy. Haubold wollte nach dem Krieg Bildberichterstatter werden und hatte Glück, bei der Defa als Kameraassistent einsteigen zu können. Von einer außerordentlichen Kameraarbeit waren die Filme von Gábor Bódy geprägt.
AboLieber Freund, es macht keinen Spaß mehr. Wohin du auch kommst, mit wem du auch sprichst: Seit Wochen geht es in Sachsen-Anhalt nicht mal nur um Politik, nein – immer nur um die AfD.
Nach fünf Jahren Taliban-Herrschaft zieht Arte in der Doku »Die letzten Tage von Kabul« Bilanz. Der afghanischen Expräsident Aschraf Ghani und die Seinen haben viel Gelegenheit, sich ins beste Licht zu rücken.
Taschkent ist die größte Metropole Zentralasiens, ein lebendiger, sich entwickelnder Organismus und in keinster Weise eine Museumsstadt, die in der Zeit erstarrt ist. Hier trifft das Erbe der alten Seidenstraße auf die sowjetische Moderne.
Ganze 15 Jahre mussten die Fans nach dem ersten Album »Top of the Pop:sch« von 2011 warten. Suchmaschinenalgorithmen sind schuld, dass das feine Wortspiel »Pop:sch« mittlerweile auf die harmlose Variante vom derben Oasch reduziert wurde.
Der Raveaufruf von Reclaim Hamburg macht deutlich, dass es den Feierwütenden nicht um rhythmische Sportgymnastik geht: »Die Welt verändert sich. Aber in welche Richtung, nehmen wir gemeinsam in die Hand! Wir fangen selbst an, teilen Wissen und bauen Strukturen auf, die bleiben.«
Kleopatra hatte sich aus Liebe zum römischen Feldherrn Marcus Antonius von der Kobra in die Brust beißen lassen. Kleopatra VII. war die bedeutendste unter den römischen Klientelherrschern des Orients. Und die Kobra war den Ägyptern heilig.
»Zweilicht« ist Kantes zweites Album. An das erste erinnert sich keiner (ist ohne Worte, ohne Bilder). Beim zweiten Album kommt alles zusammen. Als wäre es immer schon dagewesen. Als könnte es anders nicht sein.
»Black Panther: Wakanda Forever« war 2021 der vorletzte Film der Phase IV des Marvel Cinematic Universe. Maßgeblich für diese Phase IV ist die Einbeziehung der diversen Serien, TV/Streaming-Specials usw., die das MCU so unübersichtlich wie selbstbezüglich gemacht haben.