Der Protagonist von Lutz Seilers neuem Roman »Das tickende Herz« wurde jüngst verlassen, verdingt sich als Maurer und wird doch plötzlich ein gefeierter Dichter. Auf die anschließende Reise nach Kasachstan und in den Schamanismus wird ihm nicht jeder folgen mögen.
Das Hamburg-Ballett hat das große Glück, mit den bahnbrechenden Choreographien von John Neumeier einen veritablen Fundus zu haben, der neue Interpretationen durch nachwachsende Tänzerinnen und Tänzer ermöglicht.
Später wird das Wort zunehmend als Sehnsucht nach einer verlorenen Zeit verstanden. Mit dieser Verschiebung wird ein Gefühl zu einer Weltanschauung, denn in die Heimat kann man mitunter zurück, in die Vergangenheit keinesfalls.
AboBezeichnend die heteronormative Zurechtstutzung Chopins, dessen Homosexualität durch die Forschung zwar nicht einwandfrei belegt ist, dessen Liebesbriefe an Männer, vor allem an Tytus Woyciechowski, aber sehr wohl überliefert sind.
AboDie Jubilare in dieser Woche: die aus Altona stammende Komikerin Ruth Stephan, ihre Dortmunder Kollegin Fita Benkhoff, der Regisseur, Schauspieler und Lyriker Jan Bereska sowie die Schauspielerin Marga Legal.
Bei der Stoppelaktion sind Bauern, Erwerbslose und andere Arme in Rommerskirchen bei Köln zusammengekommen, um liegengebliebene Kartoffeln aufzusammeln. »Es geht um gesunde Ernährung für alle – auch für Menschen mit wenig Geld«, betont der DLF-Sprecher.
Milo Rau geht in seiner Inszenierung von Wagners »Der fliegende Holländer« an der Deutschen Oper Berlin einen ungewöhnlichen Weg. Er setzt bei Wagners Antisemitismus an und daran, dass auch heute noch Wagner in Israel (nicht mehr konsequent, aber ziemlich) verfemt ist.
Rosa Luxemburg meinte 1918, Bürgerkrieg sei nur ein anderes Wort für Klassenkampf. Der attische Dichter und Staatsmann Solon verfügte nach antiker Überlieferung, dass sich im Falle eines neuerlichen Bürgerkriegs jeder der einen oder der anderen Partei anzuschließen habe.
Auf X explodierten poröse Hirnschalen: McDonald’s McRib wird von der Speisekarte vertrieben. Es sei der Muselmann, der den einzigen Schweineburger der Kette nicht auf den Grill hieven und noch weniger konsumieren möchte, während er uns umvolkt.
Andreas Ammer, der vielleicht renommierteste aktive Radiokünstler dieses Landes, zur Lage seiner Kunst: »Hörspiel heißt jetzt Podcast, (…) ist gerne mal Gelaber und hat die Logorrhoe.«
Wer Ulli oder seine Artikel kannte, ihn in Aktion erlebte, war nicht nur von seinen präzisen Analysen beeindruckt, sondern auch davon, mit wieviel Herzblut und Liebe zu Kuba er seine Solidaritätsarbeit leistete – ob am Infotisch oder mit der Feder.
Finden Sie mich steif?, fragt Kommissar Felix Voss. Es ist ja in Fernsehkrimis mittlerweile Standard geworden, dass über Leichen hinweg Befindlichkeiten ausgetauscht werden.