AboVor 50 Jahren wurde die Oper »We Come to the River« von Hans Werner Henze in London uraufgeführt – eine Radikalisierung der ästhetischen Prinzipien seines politischen Schaffens.
Meikel Mathias’ Erstling über fragile, immerhin nicht von vorne herein »toxische« Männlichkeit ist anregend zu lesen. Es geht um Körperkult, Ratgeber für zukünftige Millionäre und bislang erfolglose Liebhaber, Macht, Memes und Manfluencer.
Abo»Adrian Reiter, Lehrer mit den Fächern Englisch und Geschichte, aber es gelang ihm Jahr für Jahr, sich bis zum Ende des Schuljahres zu retten, ohne etwas Entscheidendes sagen zu müssen.«
Die tunesische Regisseurin Leyla Bouzid etabliert in ihrem ruhig und verhalten erzählten Familiendrama »Mit leiser Stimme« (»À voix basse«) eine spiegelbildliche Geschichte, um den Konflikt zwischen individueller Freiheit und gesellschaftlicher Unterdrückung zu thematisieren.
AboWer die Natur liebt, kann über die Gartenbilder von Max Liebermann nicht hinwegsehen. Liebermann, der 1935 in Berlin starb, malte zuletzt meistens seinen eigenen Garten in Berlin-Wannsee.
Der berüchtigte amerikanische Zeichendeuter Robert Langdon (Tom Hanks) wacht plötzlich fast ohne Gedächtnis in Florenz auf, mithin im Paradies der Kunsthistoriker, das er in ein Inferno der Vernunft zu verwandeln versteht.
Wir befinden uns also permanent im Auflösungsstadium, die 80er Jahre sind seit fast einem halben Jahrhundert passé, und damals war Hitler zeitlich nicht weiter weg als wir heute von diesen Achtzigern.
»Neue Weltordnung. Bums, da liegt sie, die alte Welt. In Trümmern. Der Kegeljunge richtet sie wieder auf.« Otto Jägersberg ist auch so einer. Seine Texte stellen Ordnung her.
Wie Rap weltweit war auch Deutschrap von Beginn an weder nur Party-, Prahl- und Entertainment-Musik, noch bloß unrein gereimter Protest: »Aus aktuellem Anlass« – das siebte Album des Kreuzberger Rappers PTK.
AboIkkimel ist jung, Jahrgang 1997, und rappt mit Mädchenstimme wie einstmals Blümchen, nur eben nicht »Herz an Herz«, sondern explizit deftiger zu vordergründig eintönigen Beats, die bei genauerem Hinhören musikalisch nicht ganz so schlecht sind.
Ist ein paar Lesern aufgefallen, dass mir in diesem Sammelsurium aus Tagebuchschnipseln, Perzeptionssplittern, Generalerwägungen, Reminiszenzen und anderweitigem Schrott kein Wörtlein zu meinem Spezi Johannes B. Kerner entfleucht ist?
Kaufen KI-Firmen wie z. B. Anthropic gerade massenhaft antiquarische Bücher auf, um damit ihre Sprachmodelle zu füttern? Das legt ein Bericht des Magazins »Quer« nahe.
AboWER, als ich schrie, hörte mich denn aus der Freunde / Kreis? Gut, da war Mark und auch Enzo, / und zu dritt schrien wir weinend: und ich spürte des Fußballs / stärkeres Dasein. Doch das Schöne war nichts / als des Schrecklichen Anfang, wie es kam von Maradona.