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Leserbriefe

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Leserbrief zum Artikel Asoziale Hartz-Hetze vom 03.02.2010:

'Hartz IV' - Arbeitskraft und Menschenverwertung 1933-1945

Zur Feier des 60jährigen Bestehens des Reichsgesundheitsamtes machte sich der [damalige] Präsident dieses Amtes, Prof. Dr. Reiter, Gedanken über "Volks"-Wirtschaft. Bei der Berechnung des "materiellen Wertes des Menschen" kommt Dr. Reiter für die "Periode des Werteschaffens" vom 25. bis 65. Lebensjahr [heute bis 67. und demnächst bis 70.] auf einen jährlichen Reinertrag von 960 RM, in den 40 Arbeitsjahren bzw. Verwertungsjahren [des Menschen] also von 38.400 RM. Davon subtrahiert der Präsident Dr. Reiter die "Aufzuchtausgaben" von 9.000 RM [der menschlichen Arbeitskraft] und kommt so zum "materiellen Geburtswert" von 29.400 RM für einen "erbgesunden Mann". Folgerichtig stellt er dann fest: "Jedes vorzeitige Sterben eines Menschen (vor dem 65. Lebensjahr) gestattet nicht die volle Ausnutzung seines Geburtswertes." [Lohnarbeit und Menschenverwertung] Vgl.: Die Feier des 60jährigen Bestehens des Reichsgesundheitsamtes. - In: Reichsgesundheitsbl. - 11 (1936) 36. - S. 669-679, zit. S. 671. Quelle: Medizin unterm Hakenkreuz, Der Mißbrauch des Leistungsgedankens in der Medizin unter der faschistischen Diktatur [des Kapitals] und die Folgen für die Gesundheits- und Sozialpolitik, Die zentrale Stellung des Leistungsbegriffes in der Medizin der Jahre 1933-1945.
Reinhold Schramm
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