Bis zur Bürgerrechtsbewegung und noch lange danach gab es in den USA immer mal wieder Schwarze, die sich als Weiße ausgaben. Das Phänomen hat einen Namen: »passing« (»als etwas durchgehen«).
Derzeit findet auf Facebook ein seltsamer Imagekampf zwischen den USA und China statt. Genaugenommen ist damit fast das ganze Facebook-Programm ein Systemwettbewerb von Schönheitschirurgen geworden.
Auf der »Grünen Woche« warb die Landjugend ein paar Mal mit einem Buswartehäuschen. Das ist insofern sinnvoll, als die Buswartehäuschen in den Dörfern oft Treffpunkte der dort lebenden Jugendlichen sind.
In dem einen Land ist es sehr heiß, in dem anderen sehr kalt. Was in Australien die Wüste ist, ist auf Grönland das Eis. Und doch haben beide Länder etwas gemeinsam: die Ignoranz ihrer europäischen Siedler.
Der kürzlich verstorbene französische Wissenssoziologe Bruno Latour und der dänische Soziologe Nikolaj Schultz haben 2022 das Memorandum »Zur Entstehung einer ökologischen Klasse« (Suhrkamp) veröffentlicht.
Die Eiderenten brüten an den Westfjorden Islands auf den Ländereien der Eiderbauern und manchmal sogar in ihrem Haus. Die Bauern warten, bis die Jungen ihre Nester verlassen haben, dann sammeln sie die Daunen ein.
In seinem Buch »Handwerk« (2008) kommt der US-Soziologe Richard Sennett immer wieder auf das Geigenspiel zurückkommt, weil er es, für mich befremdend, als Handwerk betrachtet.
Nach dem Film über die Ost-Taz las ich noch einmal die Bücher »Das letzte Jahr: Begegnungen« von Martin Gross und »Der Osten: Eine westdeutsche Erfindung« von Dirk Oschmann.
Eine Bekannte erwarb ein Frauenkloster, in dem sie im Keller eine verrostete Schinkenschneidemaschine fand – so groß und hoch wie ein Bürostuhl. Sie ließ das Monstrum reparieren und nahm es in Betrieb.
Wolfgang Schivelbuschs Buch »Die Kultur der Niederlage« war besonders wichtig für mich. Mit keinem Wort wird die Niederlage der sozialistischen DDR erwähnt und doch ist sie darin ständig präsent.