75 Ausgaben junge Welt für 75 €
Gegründet 1947 Mittwoch, 8. Dezember 2021, Nr. 286
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Aus: Shop, Beilage der jW vom 22.09.2021
Modernes Antiquariat

Bücher mit kleinen Mängeln …

… zum unschlagbaren Preis

Christoph Butterwegge/Kuno Rinke (Hg.)

Grundeinkommen kontrovers

Plädoyers für und gegen ein neues Sozialmodell

Über das bedingungslose Grundeinkommen wird seit Jahren in vielen Ländern kontrovers diskutiert. Es geht um einen steuerfinanzierten Universaltransfer, den sämtliche Bürger zwecks Sicherstellung ihres Lebensunterhalts ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Verpflichtung zur Erwerbsarbeit erhalten sollen. Letztlich erweist sich die Debatte über das bedingungslose Grundeinkommen als Prinzipienstreit, in dem es den Kontrahenten um tragende Wertvorstellungen hinsichtlich der künftigen Gesellschaftsentwicklung geht. Der Autor zeichnet den Diskurs nach.

n Beltz-Juventa-Verlag, 216 Seiten, 7,00 Euro

Hans Weiss/Ernst Schmiederer

Asoziale Marktwirtschaft

Insider aus Politik und Wirtschaft enthüllen, wie die ­Konzerne den Staat ausplündern

Mehr und mehr multinationale Konzerne verlagern ihre Geschäftssitze dorthin, wo sie am wenigsten Abgaben entrichten müssen. Dabei zahlen Multis und reiche Privatpersonen Jahr für Jahr immer weniger Steuern. Die gesellschaftliche Infrastruktur wird im wesentlichen von Lohnabhängigen finanziert, Global Player dagegen mit üppigen Subventionen bedient. In diesem Buch kommen hochrangige Insider zu Wort, die ungeschminkt erzählen, wie die Welt hinter den dick gepolsterten Türen aussieht.

Verlag Kiepenheuer und Witsch, 341 Seiten, 8,00 Euro

Noam Chomsky/Emran Feroz

Kampf oder Untergang!

Warum wir gegen die Herren der Menschheit aufstehen müssen

Noam Chomsky ist einer der wichtigsten Denker der Gegenwart. Der emeritierte Professor am weltbekannten Massachusetts Institute of Technology (MIT) gilt als ein »Mann für alles«. In diesem Buch spricht Chomsky über die großen Fragen: Warum herrscht auf unserer Welt weiterhin soviel Ungleichheit? Leben wir bereits in der Dystopie? Steht die Menschheit am Rande der Selbstauslöschung? Warum begehren die »99 Prozent« nicht gegen die »Eliten«, die »Herren der Menschheit«, wie Chomsky sie einst nannte, auf?

Westend-Verlag, 192 Seiten, 7,00 Euro

Sophia Boddenberg

Revolte in Chile

Ein Wendepunkt im Musterland des Neoliberalismus

Chile galt lange als Vorzeigeland des Neoliberalismus. Aber das Wirtschaftsmodell, das Exdiktator Augusto Pinochet dem Land hinterlassen hat, führte zu einer fast vollständigen Privatisierung der Sozialleistungen und zur Konzentration des Vermögens in den Hän­den weniger. Im Oktober 2019 entlud sich jahrzehntelang angestauter Unmut. Die Protestbewegung errang einen historischen Sieg: die Möglichkeit, eine neue Verfassung zu schreiben und das Labor des Neoliberalismus in ein Projekt seiner Überwindung zu verwan­deln.

Unrast-Verlag, 144 Seiten, 6,00 Euro

Timo Daum

Die künstliche Intelligenz des Kapitals

Künstliche Intelligenz: eine Technologie, die von Tag zu Tag mehr in Massenprodukte einfließt und zum wichtigsten Markt im digitalen Kapitalismus wird. Doch was ist eigentlich Intelligenz, und ist das ein adäquater Begriff für Software, deren Reaktionen intuitiv für »intelligent« gehalten werden und der damit großes Vertrauen geschenkt wird? Im politischen Kontext stellt sich die Frage, wem die Algorithmen und Daten, die Produktionsmittel der KI-Ökonomie, gehören, wer sie kontrolliert und wer die Verantwortung für ihre Entscheidungen trägt. Timo Daum liefert eine konzise linke Kritik mit politischen Perspektiven.

Edition Nautilus, 192 Seiten, 7,00 Euro

Hans-Arthur Marsiske (Hg.)

Kriegsmaschinen

Roboter im Militäreinsatz

Bei den Kämpfen in Afghanistan und im Irak haben sich Roboter für die wesentlichen Streitkräfte längst als unentbehrlich erwiesen. Sie untersuchen Sprengfallen, überwachen verdächtige Personen und greifen aus der Luft mit Raketen an. Bislang werden Militärroboter noch durch Menschen ferngesteuert. Doch schon in 20 Jahren könnten die ersten von ihnen autonom über den Einsatz tödlicher Waffen entscheiden. Damit würde sich eine Entwicklung vollenden, die ihren Ausgangspunkt im Ersten Weltkrieg genommen hat: Die Kriegsmaschinen hätten sich vollständig vom Menschen emanzipiert.

Heise-Medien-Verlag, 245 Seiten, 8,00 Euro

Ludwig Elm

Wenn ich einmal der Kanzler wär’

»Wenn ich einmal der Herrgott wär’« betitelte Karl Valentin ein Couplet. Ludwig Elm greift die Denkfigur des »Was wäre wenn« auf, um die bundesdeutsche Politik mit Einwänden und Alternativen zu konfrontieren. Der Kristallisationspunkt sind die Vorgänge von 1989/90. Deren Erörterung kann jedoch an der Vorgeschichte sowie an den Entwicklungen nach 1990 nicht vorbeigehen. Dabei geht es um die von Antikommunismus geprägten Geschichtsdebatten; um einen Vergleich, wie einerseits jahrzehntelang mit der faschistischen Vergangenheit, andererseits seit 1990 mit der der DDR umgegangen wurde.

Papyrossa-Verlag, 186 Seiten, 5,00 Euro

Sebastian Friedrich

Lexikon der Leistungsgesellschaft

Wie der Neoliberalismus unseren Alltag prägt

Der Streifzug durch alltägliche Begriffe der »Leistungsgesellschaft« erkundet die vorherrschende Ideologie des flexiblen Kapitalismus: den Neoliberalismus. Er ist weit mehr als ein wirtschafts- und sozialpolitischer Ansatz. Die neoliberale Ideologie prägt unsere Persönlichkeit, unser Denken, unser Handeln. Während man Sport treibt, das 70er-Jahre-Rennrad das Altbautreppenhaus hochträgt, mit einem Coffee to go bewaffnet durch die Stadt marschiert und am Ende des Tages einmal mehr versucht, das zu verdrängen, was längst Gewissheit geworden ist: dass es so nicht weitergehen kann.

Edition Assemblage, 96 Seiten, 4,00 Euro

Sebastian Friedrich

Die AfD

Das Buch liefert eine kompakte, übersichtliche Darstellung von Geschichte, Personal und Programmatik der AfD und ordnet den Aufstieg der Rechten in gesellschaftliche Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte ein. Zudem diskutiert der Autor Strategien, wie ein weiteres Erstarken der Partei sowie die fortschreitende Verschiebung des politischen Klimas nach rechts verhindert werden könnten.

Verlag Bertz und Fischer, 200 Seiten, 5,00 Euro

Torben Lütjen

Partei der Extreme: Die Republikaner

Über die Implosion des amerikanischen Konservativismus

Von den Kreuzzügen des George W. Bush über die schrillen Attacken der »Tea Party« bis hin zur populistischen Mobilisierung Donald Trumps: Amerikas Konservative halten die USA in Atem. Für viele Europäer handelt es sich um ein verstörendes Phänomen, da die Kombination aus radikalem Individualismus, tiefer Religiosität und Hyperpatriotismus hierzulande in dieser Form kaum existiert. Das Buch zeichnet die Formierung einer politischen Bewegung nach, die vom Rande des politischen Geschehens schnellfüßig in das Zentrum der amerikanischen Politik gelangte.

Transcript-Verlag, 148 Seiten, 5,00 Euro

Charlotte Theile

Ist die AfD zu stoppen?

Die Schweiz als Vorbild der neuen Rechten

Wie verändert eine starke rechtspopulistische Partei ein Land? Dieser Frage geht Charlotte Theile, Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung, am Beispiel der Schweiz nach, um von hier aus Schlüsse zur Lage in Deutschland zu ziehen. Basierend auf Gesprächen mit Vertretern aus Politik und Medien – u. a. Christoph Blocher, Roger Köppel, Alexander Gauland, Thilo Sarrazin, Alice Weidel, Armin Laschet – arbeitet sie die Verbindungen zwischen der schweizerischen und der deutschen Rechten heraus. Zugleich wird gezeigt, welche Strategien gegen die Rechten in der Eidgenossenschaft Erfolg hatten und welche sie stärkten.

Rotpunktverlag, 192 Seiten, 7,00 Euro

Jule Bönkost (Hg.)

Unteilbar

Bündnisse gegen Rassismus

Unter den komplexen Herrschaftsverhältnissen einer global vernetzten, postkolonialen Gesellschaft bedarf es im Kampf gegen Rassismus tragfähiger politischer Bündnisse. Doch welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, welche Aufgaben übernommen und welche Herausforderungen gemeistert werden, damit diese dauerhaft wirken können? Die Beiträge öffnen den Blick für die vielfältigen Möglichkeiten des Widerstands in rassistischen Verhältnissen durch eine engagierte Bündnisarbeit.

n Unrast-Verlag, 208 S., 7,00 Euro

Zeitung gegen Profite mit der Gesundheit

Die junge Welt ist die einzige parteiunabhängige Tageszeitung, die Zeit Ihres Bestehens gegen Krieg und Faschismus angeschrieben hat. Wenn wir nun unseren 75. Geburtstag feiern, dann möchten wir das zusammen mit unseren Leserinnen und Lesern begehen.

Um dieses Jubiläum gebührend zu feiern, hat die junge Welt die 75er-Aktion. Schenken Sie sich, Ihren Lieben und der jW 75 Ausgaben für 75 Euro. Danach endet das Abo automatisch und muss nicht abbestellt werden.

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