Hamas bestätigt Gespräche mit US-Vertreter über Gaza
Tel Aviv/Gaza. Die Hamas hat erstmals seit Beginn der immer wieder gebrochenen Gaza-Waffenruhe vor einem halben Jahr direkte Gespräche mit einem US-Repräsentanten geführt. Der Hamas-Unterhändler Chalil al-Haja habe sich am Dienstag abend in Kairo mit dem US-Berater Aryeh Lightstone getroffen, bestätigten Hamas-Kreise laut einem entsprechenden Bericht des US-Senders CNN vom Mittwoch. Dem Sender zufolge war bei dem Treffen auch der bulgarische Diplomat Nikolaj Mladenow zugegen, der als Verbindung zwischen dem »Friedensrat« von US-Präsident Donald Trump und der von dem Gremium anvisierten palästinensischen Übergangsverwaltung des weitgehend zerstörten Gazastreifens dienen soll.
Die Hamas besteht vor dem Übergang in die zweite Phase des sogenannten Gaza-Friedensplans von Trump darauf, dass Israel seine Angriffe unterlässt und die Einfuhr von mehr humanitären Hilfsgütern erlaubt. Die in dem Plan vorgesehene Entwaffnung der Hamas lehnt die Organisation bisher ab. Seit Beginn der Waffenruhe sind nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Gaza mehr als 760 Palästinenser in dem schmalen Küstenstreifen getötet worden. Israels Armee kontrolliert weiterhin etwa die Hälfte Gazas. (dpa/jW)
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