Nach Übergriff auf Journalisten: Israels Armee setzt Einsatz von Reservebataillon aus
Tel Aviv. Die israelische Armee setzt den »operativen Einsatz« eines Reservebataillons im Westjordanland aus, nachdem ein internationaler Medienverband einen gewaltsamen Übergriff auf Journalisten des US-Senders CNN beklagt hatte. Das Reservebataillon werde einen Disziplinarprozess durchlaufen, teilte die Armee am Montag mit. Vorbehaltlich der Entscheidung des Zentralkommandos werde die Einheit ihre Aktivitäten »nach Abschluss dieses Prozesses wieder aufnehmen«.
Die Foreign Press Association (FPA) hatte am Sonnabend die willkürliche Festnahme von »klar erkennbaren« CNN-Journalisten im Westjordanland beklagt. Die Reporter hätten über die Folgen eines Angriffs israelischer Siedler sowie die Errichtung eines illegalen Außenpostens nahe dem Dorf Tajasir berichtet.
Die Soldaten hätten »aggressiv ihre Gewehre« auf das Team sowie auf palästinensische Zivilisten gerichtet, teilte die FPA mit. Ein Soldat habe einen CNN-Fotografen in den Würgegriff genommen, ihn zu Boden gerissen und seine Kamera beschädigt. Der Verband sprach von einem »direkten Angriff auf die Pressefreiheit«.
Die israelische Armee kündigte daraufhin an, den Vorfall zu untersuchen. Das Verhalten der Soldaten spiegele nicht die Haltung der Armee wider, versuchte Militärsprecher Nadav Schoschani im Onlinedienst X, den Imageschaden zu begrenzen. (AFP/jW)
links & bündig gegen rechte Bünde
Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.
Mehr aus: Ausland
-
Macht Delcy Rodríguez wirklich einen »super Job«?
vom 31.03.2026 -
Ohne Kommentar
vom 31.03.2026 -
Kardinal aus Kirche ausgesperrt
vom 31.03.2026 -
Straßenfest gegen Trump
vom 31.03.2026 -
Islamabad will schlichten
vom 31.03.2026 -
Dichtung und Wahrheit
vom 31.03.2026 -
Lichtschein im »dunklen Jahrzehnt«
vom 31.03.2026
