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30.03.2026, 18:17:18 / Ausland

Nach Übergriff auf Journalisten: Israels Armee setzt Einsatz von Reservebataillon aus

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Lassen sich nicht gern bei der Arbeit beobachten: Soldaten der israelischen Armee (Khan Younis, 10.9.2025)

Tel Aviv. Die israelische Armee setzt den »operativen Einsatz« eines Reservebataillons im Westjordanland aus, nachdem ein internationaler Medienverband einen gewaltsamen Übergriff auf Journalisten des US-Senders CNN beklagt hatte. Das Reservebataillon werde einen Disziplinarprozess durchlaufen, teilte die Armee am Montag mit. Vorbehaltlich der Entscheidung des Zentralkommandos werde die Einheit ihre Aktivitäten »nach Abschluss dieses Prozesses wieder aufnehmen«.

Die Foreign Press Association (FPA) hatte am Sonnabend die willkürliche Festnahme von »klar erkennbaren« CNN-Journalisten im Westjordanland beklagt. Die Reporter hätten über die Folgen eines Angriffs israelischer Siedler sowie die Errichtung eines illegalen Außenpostens nahe dem Dorf Tajasir berichtet.

Die Soldaten hätten »aggressiv ihre Gewehre« auf das Team sowie auf palästinensische Zivilisten gerichtet, teilte die FPA mit. Ein Soldat habe einen CNN-Fotografen in den Würgegriff genommen, ihn zu Boden gerissen und seine Kamera beschädigt. Der Verband sprach von einem »direkten Angriff auf die Pressefreiheit«.

Die israelische Armee kündigte daraufhin an, den Vorfall zu untersuchen. Das Verhalten der Soldaten spiegele nicht die Haltung der Armee wider, versuchte Militärsprecher Nadav Schoschani im Onlinedienst X, den Imageschaden zu begrenzen. (AFP/jW)

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