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26.03.2026, 17:26:22 / Inland

Ökostromverband wirft Regierung »größten Angriff seit 15 Jahren« vor

Morgens in Sachsen-Anhalt - Kraftwerk Schkopau.jpg
Fossil oder erneuerbar? Für Katherina Reiche eine sonnenklare Angelegenheit

Berlin. Die ⁠Ökostrombranche hat die Energiepolitik von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) scharf kritisiert. »In Summe sind diese Vorschläge geeignet, tatsächlich den Aufwuchs der erneuerbaren Energien zum Erliegen zu bringen«, sagte die Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), Ursula Heinen-Esser, am Donnerstag vor ‌Journalisten in Berlin. Anstatt die »gefährliche Abhängigkeit von Gas und Öl« zu reduzieren, würden die Pläne diese noch zementieren.

Die Vorhaben der Regierung gefährdeten Investitionen in Milliardenhöhe und ⁠seien der falsche Weg, fuhr Heinen-Esser fort. Besonders schädlich würde sich der geplante »Redispatch-Vorbehalt« im Netzpaket auswirken. Reiche plant, dass neue Ökostromanlagen in Netzengpassgebieten keine Entschädigung ‌mehr erhalten, wenn sie wegen Netzüberlastung keinen Strom einspeisen können. Zudem bemängelte die BEE-Präsidentin den Förderstopp für Solaranlagen unter 25 Kilowatt sowie die ‌Streichung des Ziels von 65 ‌Prozent Ökostromanteil bei neuen ⁠Heizungen. Selbst die Ankündigung ⁠von Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD), zusätzliche zwölf Gigawatt Windenergie ausschreiben zu wollen, liefen ins Leere, wenn Reiche sich mit ihren Vorhaben durchsetzen würde.

Der Bundesverband der Solarwirtschaft legte als Alternative eigene Eckpunkte vor, um die Unabhängigkeit von Energieimporten zu stärken ​und bereits getätigte sowie zukünftige Investitionen zu sichern. Die Vorschläge zielen laut Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig darauf ab, den Netzausbau zu ⁠beschleunigen, die Kosten durch das Management von Netzengpässen zu senken und die Planungssicherheit für Investoren zu erhöhen. Zudem müsse die Strategie »Nutzen ‌statt Abregeln« gestärkt werden, um zu vermeiden, dass Strom aus erneuerbaren Energieträgern ungenutzt bleibe. (Reuters/jW)

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