Chuck Norris ist tot
Los Angeles. Actionstar Chuck Norris ist tot. Der Kampfkünstler und Schauspieler starb im Alter von 86 Jahren, wie seine Angehörigen am Freitag mitteilten. Norris sei »von seiner Familie umgeben« gewesen und in Frieden gegangen, hieß es in einem Beitrag in den sozialen Netzwerken Instagram und Facebook. Bei Instagram äußerte sich Norris' Sohn Dakota Alan Norris in tiefer Trauer. Details zur Todesursache wurden nicht genannt.
»Für die Welt war er ein Kampfkünstler, Schauspieler und ein Symbol der Stärke«, schrieb die Familie. »Für uns war er ein hingebungsvoller Ehemann, ein liebevoller Vater und Großvater, ein unglaublicher Bruder und das Herz unserer Familie.« Zuletzt war über einen Krankenhausaufenthalt des US-Amerikaners berichtet worden, auch hier ohne Details. Auch der Vizegouverneur von Texas, Dan Patrick, kondollierte über Facebook und nannte Norris »Freund und amerikanische Ikone«.
Durchbruch als Texas-Ranger
Norris hatte bis ins hohe Alter geschauspielert, wenn auch zuletzt immer seltener. Auf Leinwand und Bildschirm ließ er meist die Fäuste fliegen. 2012 schlug er in »The Expendables 2« als Senior der Altherrenriege noch an der Seite von Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis zu. Berühmt geworden war er in Deutschland insbesondere durch seine Dauerrolle als Gesetzeshüter Cordell Walker in der TV-Serie »Walker, Texas Ranger«.
Ab 1993 spielte er mehr als acht Jahre lang den Ranger in Texas, der für Recht und Gesetz eintritt. Der erzkonservative Star und Waffenliebhaber konnte sich immer auf eine eingeschworene Fangemeinde stützen. In der Popkultur wurden immer neue sogenannte Chuck-Norris-Witze erfunden, in denen Norris eigentlich unmögliche Dinge schafft oder jemanden immer noch einmal übertrumpfen kann. Berüchtigt ist auch Norris Rolle in der Reihe »Delta Force«, die praktisch einen Werbefilm für US-Interventionen und Yankeeimperialismus darstellte, womit der rechte Trump-Fan keinerlei Probleme hatte.
Aufgewachsen war Norris in einer religiösen Familie im ländlichen Oklahoma, als junger Soldat hatte er in dem verheerenden Korea-Krieg die Karatevariante Tang Soo Do entdeckt. Als Kampfsportlehrer wurde er in den 1960er Jahren in der Martial-Arts-Szene bekannt. Mehrere Jahre war er Karateweltmeister im Mittelgewicht, über Kampfsportfreunde wie Bruce Lee und Steve McQueen schaffte er schließlich den Sprung nach Hollywood. (dpa/jW)
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