Angriff auf den Iran: Trump klagt über ausbleibende Unterstützung von NATO-Verbündeten
Washington. US-Präsident Donald Trump einer Reihe von Ländern mangelnde Hilfsbereitschaft mit Blick auf die militärische Sicherung der vom Iran nach dem Beginn der Angriffe der USA und Israels de facto gesperrten Straße von Hormus vorgeworfen. Einige hätten »nicht besonders begeistert« auf seine Forderung nach einem NATO-Einsatz zur Sicherung der Meerenge reagiert, klagte Trump am Montag in Washington. Darunter seien Staaten, die von den USA seit Jahrzehnten »beschützt« würden und in denen Zehntausende US-Soldaten stationiert seien, sagte der Präsident. Trump nannte Deutschland und andere Länder nicht namentlich. In der Bundesrepublik ist jedoch das größte Kontingent von US-Soldaten stationiert.
Die Bundesregierung hatte eine Beteiligung an einem solchen Einsatz zuvor ausgeschlossen. »Es ist nicht unser Krieg, wir haben ihn nicht begonnen«, sagte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Regierungssprecher Stefan Kornelius sagte: »Das ist nicht der Krieg der NATO.« Die NATO sei »ein Bündnis zur Verteidigung des Bündnisgebietes«, für einen Einsatz in der Straße von Hormus fehle ihr ein Mandat.
Trump hatte am Sonntag Unterstützung durch Verbündete in der Straße von Hormus eingefordert. Bleibe sie aus, wäre dies nach Angaben des Präsidenten »sehr schlecht für die Zukunft der NATO«. (AFP/jW)
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