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Aus: Ausgabe vom 07.03.2026, Seite 9 / Schwerpunkt
Rüstungsökonomie

Russlands Kriegskapitalismus

Ausgelastet und hochverschuldet – das ist die Situation vieler russischer Rüstungsunternehmen. Einblicke in die politische Ökonomie des russischen Rüstungssektors
Von Reinhard Lauterbach
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Rüstungsproduktion bei stark gestiegenen Kosten. Russlands Präsident Wladimir Putin inspiziert eine Waffenschau in Moskau, 19. September 2025

Verlässliche Zahlen über die russische Wirtschaft sind in Kriegszeiten schwierig zu ermitteln. Vieles ist geheim, vieles, was veröffentlicht wird, dürfte geschönt sein. Angaben werden bewusst so gemacht, dass Vergleiche erschwert werden: Der Wechsel von absoluten und relativen Zahlenangaben ist eines der gängigsten Verfahren. Das sollte man im Hinterkopf haben, auch wenn man die folgenden Zeilen liest.

Ende Februar erschien auf der Webseite des linkspatriotischen russischen Portals Swobodnaja Pressa ein Text über die auf den ersten Blick paradoxe Lage des größten Herstellers von Flugzeugmotoren in Russland, der Motorenbauvereinigung Ufa (ODK-UMPO). Das Unternehmen mit insgesamt etwa 25.000 Beschäftigten stellt die Triebwerke für alle russischen Kampfflugzeuge der »Suchoj«-Familie sowie Ersatzteile dafür her. Das Werk arbeitet voll ausgelastet im Dreischichtbetrieb und schrieb doch Ende 2025 einen Verlust von 14 Milliarden Rubel. Das sind zum aktuellen Umrechnungskurs von etwa 90 zu eins rund150 Millionen Euro. 2024 hatte das Unternehmen noch mit einem Gewinn von 8,4 Milliarden Rubel (90 Millionen Euro) abgeschlossen. Was da so Verhängnisvolles passiert sei, fragte der Autor des Beitrags rhetorisch.

Nach Aussage von Managern des Betriebs – die aus naheliegenden Gründen anonym bleiben wollten, was aber den Charakter der Veröffentlichung als eine Art offenen Brief an die Führung verdeutlicht – steckt das Unternehmen in einer klassischen Kostenfalle: Die Preise für die Produkte sind langfristig vom Staat vorgegeben und auf einem Niveau von Anfang 2024 eingefroren. Der Spielraum für Verhandlungen, wenn es darum geht, »der Front zu helfen«, dürfte bei den Herstellern wohl nicht sehr groß sein. Preiserhöhungen seien nicht durchsetzbar gewesen, klagt der Informant des Beitrags. Gleichzeitig klagt die Rüstungsbranche unter der Hand über eine laxe Zahlungsmoral des die Aufträge vergebenden Verteidigungsministeriums.

Auf der anderen Seite aber seien die auf dem Markt zu zahlenden Inputkosten stark gestiegen. Das gilt insbesondere für die Löhne. Der Ukraine-Krieg hat die industrielle Reservearmee Russlands mehr oder minder aufgesogen, und die Facharbeiter, die man für eine Hightechproduktion wie die in Ufa braucht, können gute Löhne verlangen. Andere »Zulieferungen« seien ebenfalls deutlich teurer geworden. Dahinter verbirgt sich ein Aspekt, der in einer für ein innerrussisches Publikum bestimmten Veröffentlichung naheliegenderweise nicht sehr opportun zu erwähnen ist: die gesteigerten Kosten, die die westlichen Sanktionen der russischen Rüstungsbranche und generell der Industrie auferlegen.

In einer Studie, die Anfang dieses Jahres im Journal des Instituts für Geopolitik der französischen Wirtschaftshochschule ESCP erschienen ist, werden genüsslich die wichtigsten Probleme aufgezählt: Zwar sei es nicht gelungen, Russland von allen Technologieimporten abzuschneiden. Indirekte Importe über nicht sanktionierte Drittländer fänden nach wie vor statt, aber: je mehr Vermittler, desto höher die Kosten, um diese a) zu bezahlen und sie b) bei der Stange zu halten. In der Grauzone, in der solche Importe stattfänden, komme es auch regelmäßig zu Qualitätsproblemen, schreibt die Autorin der Studie.

Allerdings ist Russland offenkundig dabei, seine Abhängigkeit von elektronischen Bauteilen aus dem Ausland zu senken. Während in den ersten Jahren des Krieges die Ausschlachtung abgeschossener russischer Kampffahrzeuge und Flugzeuge noch einen hohen Anteil westlicher Technologie nachgewiesen habe, wachse inzwischen der Anteil russischer und belarussischer Bauteile. Das ist offenbar auch gelungen, weil seit dem Amtsantritt des ökonomisch vorgebildeten Verteidigungsministers Andrej Beloussow ein sogenannter Volksrüstungssektor entstanden ist. Er besteht aus Startup-Unternehmen, die Forschungs- und Entwicklungsaufgaben etwa für die Drohnenproduktion oder die elektronische Kriegführung übernehmen. Ein Modell, das sich Russland bei der Ukraine abgeschaut hat.

Der russischen Führung ist klar, welchen auch ökonomischen Belastungen sie ihre Rüstungsindustrie aussetzt: einerseits eine Auftragsvergabe, die sich an Gebrauchswertkriterien wie der Menge des Ausstoßes orientiert, andererseits sollen die Betriebe ja kapitalistisch wirtschaften. Auch die 14 Milliarden Rubel Verlust des Flugzeugmotorenwerks Ufa werden zumindest kurzfristig wohl nicht zur Schließung des Betriebs führen. Denn bereits 2019 ist die staatliche Promswjasbank zur zentralen Clearingstelle für faule Kredite von Rüstungsbetrieben geworden. Bevor sie zur Belastung für die Bilanzen der unmittelbar kreditgebenden Geschäftsbanken werden können, übernimmt sie die Promswjasbank. Die Frage, wie lange dieses Hin- und Herschieben fauler Schulden funktionieren kann, stellt sich die russische Regierung offenbar nicht, oder sie verschiebt die Lösung ebenso wie die uneinbringlichen Forderungen der Banken. Auch die Forderung der Kommunistischen Partei (KPRF), den Rüstungssektor wieder wie in sowjetischen Zeiten planwirtschaftlich zu steuern, wird an diesem Dilemma objektiv nichts ändern können.

Abzug bleibt Abzug

Überfordert Russland die eigene Volkswirtschaft durch den Ukraine-Krieg?

Nach aktuellen westlichen Angaben liegen die russischen Militärausgaben bei acht bis zehn Prozent des Sozialprodukts des Landes. Gleichzeitig machten diese Ausgaben knapp 40 Prozent des Staatshaushaltes aus. Der BND veröffentlichte Anfang Februar eine Statistik mit unter anderem diesen Zahlen, brachte dazu aber ein Schaubild, das einen gegenteiligen Eindruck erwecken konnte. Denn daraus ging hervor, dass der russische Militärhaushalt schon 2025 gegenüber seinem Höchststand 2024 um etwa 20 Prozent zurückgegangen ist. Ob dies aus Mangel an Mitteln geschehen ist oder aufgrund einer politischen Entscheidung, wurde nicht nach außen kommuniziert. Auch andere Publikationen westlicher »Russland-Experten« sind eher auf billige Effekte hin berechnet. So schrieb eine Beratungsfirma namens Xpert Digital im Januar eine Krise der russischen Rüstungswirtschaft auf Grundlage von Meldungen herbei, dass der größte Panzerhersteller des Landes, Uralwagonsawod in Nischni Tagil, mehrere tausend Beschäftigte entlassen wolle, weil das Geld nicht reiche. Da dürfte auch viel Wunsch der Vater des Gedankens sein. Denn wozu soll eine Panzerfabrik auf Teufel komm raus produzieren, wenn die Bedeutung des Panzers im Gefecht sich am Beispiel des Ukraine-Feldzugs als weit geringer erwiesen hat, als vor dem Hintergrund historischer Erfahrungen zuvor angenommen worden war?

Ein Anteil von 40 Prozent am Staatshaushalt war in den Zeiten der Perestroika ein Indiz für die hoffnungslose Überrüstung der Sowjetunion. Denn man machte es sich damals einfach: Weil alle (offiziellen, aber das sei an dieser Stelle vernachlässigt) Geldflüsse in der Sowjetunion über den Staatshaushalt vermittelt waren, ließ sich das Pi mal Daumen als 40 Prozent des Sozialprodukts darstellen. Ein ähnlicher Anteil am Budget stellt sich aber nach denselben westlichen Angaben heute als knapp zehn Prozent des Sozialprodukts dar. Keine Frage, das ist viel, aber es ist eben doch deutlich weniger als zu den Zeiten, als es dem Westen gelang, die Sowjetunion totzurüsten.

Dieselbe BND-Publikation vom Februar gibt für Russland im Jahr 2025 »offene und verdeckte« Militärausgaben von etwa 165 Milliarden Euro an, dabei sind noch weitere Posten »nach NATO-Berechnungskriterien« schon mit eingerechnet. 165 Milliarden Euro sind etwa 30 Prozent dessen, was allein die europäischen NATO-Staaten 2025 in ihre Rüstung steckten (550 Milliarden). Auch wenn man die US-Militärausgaben (845 Milliarden US-Dollar) außer acht lässt, weil sich diese nicht klar als gegen China und gegen Russland gerichtete Maßnahmen aufschlüsseln lassen, ergibt sich ein gravierendes Übergewicht der westlichen Rüstung.

Es bleibt natürlich die Frage, ob Russland sich seine objektiv geringeren Militärausgaben langfristig leisten kann. Zweifel weckt ein Interview, das der russische Sicherheitsratschef Nikolai Patruschew vor kurzem dem Portal Argumenty i Fakty gegeben hat. Er hatte darin zusätzliche hohe Ausgaben für die Aufrüstung der russischen Flotte gefordert. Diese müsse westlicher »Seeräuberei« auf allen Weltmeeren entgegentreten können. Marinerüstung ist besonders teuer, der Ausbau der sowjetischen Hochseeflotte in den 1960er und 1970er Jahren gilt als einer der Faktoren, die damals zur »Totrüstung« der UdSSR beigetragen haben. Wladimir Putin hat in früheren Jahren regelmäßig betont, Russland werde nicht nochmals in diese Falle tappen. In den letzten Jahren fehlten solche Erklärungen. Warum? Soll das Publikum nicht an dieses Beispiel erinnert werden? (rl)

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  • Leserbrief von Peter Tiedke aus Golzow (11. März 2026 um 12:07 Uhr)
    Während ich den Beitrag von R. Lauterbach las, veröffentlichte SIPRI die aktuelle »Rangliste« der Rüstungsexporteure: Die BRD – in weiten Bereichen ihrer zivilen Wirtschaft in der Krise – hat bei den Rüstungsexporteuren den 4. Platz erreicht, Werte-Europa hat seine Rüstungsimporte verdreifacht. Die Flaute in den Kassen der Rüstungskonzerne, die das Ende des »Kalten Krieges« mit sich brachte, gehört nun endgültig der Vergangenheit an. Die Freude bei Blackrock und Co. – Hauptaktionär auch der DAX-Konzerne – ist mit Händen greifbar. Dass Völkermord das Völkerrecht ersetzt – was soll’s? Für die »Drecksarbeit« brauchts Gerät. Das würde ich mit dem Begriff »Kriegskapitalismus« assoziieren. Wobei – Kapitalismus in seinem letzten, höchsten und, wie wir sehen, gefährlichsten Stadium – der Begriff »Imperialismus« also – tut es auch. Jean Jaurès hat es vor über hundert Jahren auf den Punkt gebracht: »Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen.« US-Präsident Eisenhower hat am Ende seiner Karriere vor der Gefahr auch für die USA gewarnt, die der militärisch-industrielle Komplex darstellen würde, wenn er die Politik dominiert. Wenn in der BRD die Politiker Schlange stehen, wenn Spatenstiche für neue Munitionsfabriken öffentlichkeitswirksam ins BILD gesetzt werden, Teile der IG Metall Rüstungsproduktion als soziale Wohltat betrachten, VW wieder für die Front produzieren will (back to the roots!), das Volk für die Wehrpflicht hergerichtet wird, um »uns« im Baltikum »vorne« zu verteidigen, scheint mir die BRD weit auf dem Wege zur Kriegswirtschaft – zu einem »Kriegskapitalismus«.
    Herrscht in Russland »Kriegskapitalismus«? Gibt es einen politisch dominierenden, privatkapitalistischen militärisch-industriellen Komplex, der an einer Kriegspolitik aus Profitgründen interessiert sein könnte? Internetrecherche ergibt: Nein. Der allergrößte Teil der Rüstungsbetriebe ist direkt staatlich, der Rest wird wirtschaftlich kontrolliert durch staatliche Einrichtungen wie Banken etc. Staatskapitalistische Strukturen. Der NATO-Stellvertreterkrieg in der Ukraine ist nicht in Russlands Interesse und kann es nicht sein. Seit dem Kiewer Putsch 2014 bemühte sich Russland, ihn zu vermeiden – selbstverständlich unter Wahrung seiner Sicherheit. Natürlich belasten der Krieg und die Sanktionen den Staatshaushalt schwer. Dass die Kaffeesatzleser in den Brüsseler und Berliner Behörden nach 1 2 Jahren immer noch die »wirtschaftlichen Probleme« Russlands unterstreichen, wo doch die Wirtschaft des Landes längst »in Fetzen« (v.d.Leyen) liegen sollte, hat seine eigene Aussage.
  • Leserbrief von Volker Wirth aus Berlin (9. März 2026 um 11:36 Uhr)
    »In sowjetischen Zeiten« wurde »der Rüstungssektor«, also die Produktion von Waffen, Munition und anderem Verteidigungsbedarf, nicht »planwirtschaftlich gesteuert«, sondern war Staatseigentum. Daraus resultierte die Planwirtschaft. Es gab keinen einzigen Betrieb, in dem private Eigentümer oder Aktionäre Profit daraus schlagen konnten, dass in ihren Produktionsanlagen Mittel zur Tötung oder Verletzung von Menschen hergestellt wurden. Der Gedanke, dass dergleichen heute bei Rheinmetall & Co. normal ist, ist bei der Mehrheit der Bundesbürger verpönt. Aber so ist eben Kapitalismus. Hinzu kommt, dass bei den Bestellungen in großem Umfang Korruption im Spiel ist. Auch das gehört dazu. Das betrifft auch das kapitalistische Russland. Neu ist, dass bis hin zur Ebene der Vizeminister und Gebietsgouverneure nun Verhaftungen, Gerichtsverfahren und Vermögenseinziehungen erfolgen, beginnend etwa mit der Einsetzung von Beloussow als Verteidigungsminister. Das Gejammere von privaten Unternehmen ist deshalb nicht ganz ernst zu nehmen. Für Kostendeckung wird der Staat schon sorgen.
  • Leserbrief von Helmut Dunkhase (9. März 2026 um 11:32 Uhr)
    Was auch immer Reinhard Lauterbach mit seinem Beispiel demonstrieren will, in Russland findet eben nicht statt, was wir hier bei uns erleben: Rheinmetall und Co. können Fantasiepreise verlangen und bekommen sie auch. Seit 2023 gingen Dutzende strategischer Unternehmen – zusätzlich zu den vorher bereits bestehenden in staatlicher Hand – per Gericht oder Verwaltung an den Staat zurück. In Russland passiert, was in fast jeder Kriegsökonomie passiert: die Besinnung auf das, worauf es ankommt, das heißt, zurück zur Gebrauchswirtschaft. Im Ersten Weltkrieg war es der Kriegssozialismus, von dem Lenin so begeistert war und aus dem Otto Neuraths Entwurf für eine geplante Naturalwirschaft hervorging; der faschistische Kriegskeynesianismus oder in UK der Übergang zu einer Gebrauchswirtschaft, die zum großen Teil Keynes Vorschlägen in seinem Buch »How to pay for the war« folgte. Trotz Lauterbachs Skepsis: Die KPRF liegt mit ihrer Forderung nach einer planwirtschaftlichen Steuerung des Rüstungssektors richtig.
  • Leserbrief von Onlineabonnent/in André M. aus Berlin (7. März 2026 um 10:21 Uhr)
    Der Text ist informativ und manche Schlussfolgerungen durchaus bedenkenswert. Jetzt müsste man das russische Herangehen an die Finanzierung des Krieges mit der westlichen vergleichen, und da fällt mir auf, dass Russland die finanzielle Seite an zweite oder dritte Stelle setzt. Wichtiger ist der Output der Industrie mitsamt einer intelligenten umfassenden Steuerung, was auch gar nicht anders sein kann, realistischerweise. Während sich der Westen mit Geld beschäftigt. Geld allein schafft keine Rüstung. Der reale Output in EU und USA ist nicht so, wie es medial erscheint. Es gibt überall massive Lücken im Arsenal, kaum koordinierte Beschaffung und Ausbildung. Was das Hasardeurhafte der westlichen Kriegspolitik immer wieder klarmacht. Investitionen in Stückzahlsteigerung oder das Wegkommen von der quasi manufakturartigen Produktionsweise kosten enorme Mengen Geld, aber auch politischen und wirtschaftlichen Willen, das auch zügig und koordiniert umzusetzen. Was diese Probleme angeht, sehe ich Russland klar im Vorteil. Was die Marinerüstung angeht: Flottenadmiral Gorschkows Ideen der weltumspannenden Flotten in den 70er Jahren waren sicherlich übertrieben. Ich sehe hier einen Kooperationsansatz mit China, die Synergien wären bei der Kooperation beider unschätzbar groß. Allgemein ist das Niveau der russischen Flotten (mit Ausnahme der strategischen U-Bootflotte) leider nicht sehr hoch. Das ist allerdings nicht auf die russische Seekriegsflotte beschränkt, alle Marinen haben mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Auch die US-Marine, die ihren Schiffsbestand nicht mehr halten kann, weil ihr die Reproduktionsmittel (Geld, Mannschaften, Ingenieure, Facharbeiter auf Werften …) fehlen.
  • Leserbrief von HaraldM aus Belarus (7. März 2026 um 02:17 Uhr)
    In einer links orientierten Tageszeitung sollte es doch positive Reaktionen hervorrufen, wenn in einem kapitalistischen Land nicht an Maximalprofiten für Rüstungsunternehmen festgehalten wird, wie in fast allen anderen kapitalistischen Ländern dieser Welt, die dadurch in Kriegen riesige Profite erwirtschaften und deshalb an diesen interessiert sind (außer China). Diese russische Art gelenkter »Staatskapitalismus« gefällt mir besser als der westliche ungezügelte Raubtierkapitalismus. In Deutschland verkündet die amtierende Regierung mittels der Förderung der Rüstungsindustrie, die Wirtschaft durch kreditfinanzierte »Sondervermögen« retten zu wollen, und das zu Lasten der Steuerzahler. Deshalb ist sie auch an einer Fortführung des Krieges in der Ukraine interessiert (z.B. Rheinmetall erhält Superprofite) und lehnt jegliche ernsthaften Verhandlungen mit Russland ab. Für Infrastruktur, Innovation, Bildung, Wissenschaft, Gesundheitswesen und Förderung der zivilen Wirtschaft ist kein Geld vorhanden und die Geldabschöpfung durch die Regierung bei den Bürgern nimmt ständig zu, so dass die sozialen Spannungen weiter verschärft werden. In Russland werden dagegen große Infrastruktur- und Wirtschaftsprojekte meist in den vorgegebenen finanziellen und zeitlichen Rahmen verwirklicht, Startups werden gefördert und die Sozialpläne der Regierung erfüllt, so dass auch die Zustimmung zur Politik der Regierung unter den Bürgern sehr hoch ist (Präsident Putin ständig über 80 %). Ich bin seit 15 Jahren jährlich in Russland, besuche meine Bekannten und stelle jedes Mal fest, dass es ihnen gut geht und sie auch für Putin stimmen.
  • Leserbrief von Onlineabonnent/in Heinrich H. aus Stadum (6. März 2026 um 23:22 Uhr)
    Zur BND-Statistik habe ich nur das gefunden: https://www.bnd.bund.de/DE/Service/Public-Intelligence/_functions/20260204-versteckte-militaerausgaben-rus-sa.html . Mit dem, was da steht, fange ich nicht besonders viel an. Gibt es weitere Quellen?

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