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Aus: Ausgabe vom 04.03.2026, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Albatros

Apocalypse Now | Mo., 17 Uhr, Kinowelt TV
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»Mistah Kurtz — he dead«: Marlon Brando in »Apocalypse Now«

Die »Redux«-Fassung von 2001 enthält drei bis dahin unterschlagene Szenen. Erstens eine elaborierte Nebenhandlung, die auf einer gleichsam in einen Opiumnebel gehüllten französischen Kolonialplantage spielt. Francis Ford Coppolas leiblicher Sohn Roman zitiert als kleiner Junge die Worte »maladroits et honteux« (unbeholfen und beschämt) aus Baudelaires Gedicht »L’Albatros«. Man diskutiert mit den aus der Zeit gefallenen Kolonialfranzosen die Indochinakriege. Die behaupten: »Die Amerikaner haben den Vietcong erfunden.« Eine zweite Szene zeigt die Playboy-Bunnys, die man zuvor in einem chaotischen Truppenunterhaltungseinsatz gesehen hat, in ihrem abgestürzten Hubschrauber – zu Tode erschrocken, vergewaltigt, am Ende. In einer dritten Szene liest Marlon Brando dem in einem Käfig gefangengehaltenen Martin Sheen einen Artikel aus Time vor, um – zur Rechtfertigung seines eigenen irren Handelns – die Verlogenheit und Realitätsferne der Kriegsberichterstattung zu demonstrieren. Diese drei Szenen gehören zu den besten des ganzen Films. (aha)

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