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BASF plant Verkauf von 4.400 Wohnungen

Foto: IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Vernetzt: BASF-Chef Markus Kamieth und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf dem European Industry Summit in Antwerpen (11.2.2026)

Ludwigshafen. Der BASF-Konzern will den Großteil der Wohnungen seiner Tochter BASF Wohnen + Bauen verkaufen. Es handele es sich um 1.100 Eigentumswohnungen, die an verschiedene einzelne Käufer veräußert werden sollen, sowie 3.300 Wohnungen, die als Gesamtpaket inklusive Gebäude an einen Kaufinteressenten veräußert werden sollen, teilte der Chemiekonzern am Montag. Bis Anfang 2027 sollen für das Gros der Immobilien Käufer gefunden werden. Ursache sei demnach eine verstärkte Konzentration auf das Kerngeschäft, um die Wettbewerbsfähigkeit der BASF und das Stammwerk angesichts des schwierigen Marktumfelds zu stärken. Die Veräußerung sei eine »schwierige, aber notwendige Entscheidung«, kommentierte Helmut Winterling, Präsident Europäische Verbundstandorte.

Kritik kam von der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE). »Es entsteht der Eindruck, dass das sogenannte Tafelsilber veräußert wird«, teilte der Bezirk Ludwigshafen mit. »Hier werden Immobilienwerte vermeintlich ohne Not verkauft und Bindung von Menschen zum Unternehmen aufgegeben.« Auch die Regierung gab an, dass sie »den geplanten Verkauf von BASF-Werkswohnungen kritisch sieht«. Der Chemiekonzern habe eine Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitenden und auch der Stadt Ludwigshafen. (dpa/jW)

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Erschienen am 24.02.2026, Inland

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