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16.02.2026, 18:26:45 / Inland
»Sicherheitskonferenz«

Wadephul und Pistorius rechtfertigen Ovationen für Rubio

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Unterwegs: US-Außenminister Marco Rubio (Budapest, 16.2.2026)

Berlin. Sowohl Außenminister Johann Wadephul als auch Verteidigungsminister Boris Pistorius haben die stehenden Ovationen ⁠für US-Außenminister Marco Rubio auf der Münchner »Sicherheitskonferenz« verteidigt. »Das ⁠war Höflichkeit, mehr nicht«, sagte der CDU-Politiker Wadephul im Deutschlandfunk auf die Frage, warum er, Pistorius und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Samstag zuerst aufgestanden waren. Rubio habe ein Angebot zur Partnerschaft gemacht. »Wir haben da ja nicht gejubelt«, sagte Wadephul. ‌Rubios Mahnungen, dass man sich um Wettbewerbsfähigkeit bemühen und gegen illegale Migration kämpfen müsse, seien zudem auch deutsche Regierungspolitik. Die Differenzen habe zuvor Kanzler Friedrich Merz klar benannt.

»Der Applaus für die Rede heißt selbstverständlich nicht, dass ​Minister Pistorius der Rede von US-Außenminister Rubio insgesamt oder gar in allen Punkten zustimmt«, sagte auch der Sprecher des Verteidigungsministeriums zu Reuters. Pistorius sei vor allem wegen des völlig anderen Tons im ‌Vergleich zur Rede von US-Vizepräsident JD Vance im Jahr 2025 aufgestanden. Seine eigenen Positionen gegen US-Drohungen gegen ‌Grönland und US-Alleingänge habe ‌der Verteidigungsminister aber auf ⁠der Sicherheitskonferenz ⁠klar beschrieben. Trotzdem sei es sowohl für die USA als auch für Deutschland und die anderen Verbündeten von zentraler ⁠Bedeutung, eine gute Gesprächsbasis und einen respektvollen Ton ‌zu haben.

Die kurzen stehenden Ovationen eines Teils des Publikums nach der Rubio-Rede hatten ⁠in Europa und den USA Kritik ausgelöst. »Rubios Standing Ovation in München, nachdem er das Ende der ›regelbasierten Ordnung‹ verkündet hatte, zeigt, wie schwach viele europäische ›Führungskräfte‹ geworden sind«, schrieb etwa der US-Senator Chris Van Hollen auf der Plattform X. Rubio hatte in München unter anderem gesagt, dass die USA notfalls auch alleine agieren würden und man keine Partner ​wolle, die an »Schuld und Scham« gefesselt seien. (Reuters/jW)

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