UN: RSF tötete Tausende in Al-Faschir
Genf. Die sogenannten Rapid Support Forces (RSF) im Sudan haben laut den Vereinten Nationen schwere Kriegsverbrechen und möglicherweise Verbrechen gegen die Menschheit begangen. Mehr als 6.000 Menschen seien binnen drei Tagen getötet worden, als RSF und verbündete Milizen im Oktober die Großstadt Al-Faschir in Darfur einnahmen, teilte das UN-Menschenrechtsbüro am Freitag mit. Grundlage des Berichts sind Interviews mit zahlreichen Zeugen. RSF und Verbündeten verübten laut Bericht unter anderem Massenmorde und Hinrichtungen, sexuelle Gewalt, Entführungen gegen Lösegeld, Folter und Plünderungen. Angriffe richteten sich vielfach gezielt gegen Zivilisten oder kampfunfähige Personen, oft aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit.
Im Sudan kämpfen seit April 2023 die reguläre Armee und die RSF um die Macht. Auch der sudanesischen Armee werden Kriegsverbrechen vorgeworfen, etwa Bombardements auf zivile Ziele. Die UN bezeichnen die Lage als größte humanitäre Krise der Welt. Zwölf Millionen Menschen wurden bislang durch die Kämpfe vertrieben, jeder zweite Einwohner des nordostafrikanischen Landes ist von Hunger bedroht. (dpa/jW)
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