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UNO: Anzeichen für Völkermord im Sudan

Genf. Die Einnahme der sudanesischen Stadt Al-Fascher durch die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) weist laut UN-Ermittlern Züge eines Völkermords auf. Bei dem Angriff auf nichtarabische Bevölkerungsgruppen habe es Massentötungen gegeben, teilte die unabhängige UN-Mission zur Faktenfindung im Sudan ‌am Donnerstag in Genf mit. Ein Bericht der Mission beschreibt »drei Tage des Horrors«, als die RSF Ende Oktober vergangenen Jahres die Stadt einnahmen. Al-Fascher ‌war zu diesem Zeitpunkt die letzte verbliebene Hochburg der regulären sudanesischen Streitkräfte (SAF) in der ​westlichen Region Darfur. Tausende Menschen seien getötet und vergewaltigt worden. »Das Ausmaß, die Koordination und die öffentliche Billigung der Operation durch die RSF-Führung zeigen, dass die Verbrechen in ‌und um Al-Fascher keine zufälligen Kriegsexzesse waren«, erklärte der Vorsitzende der Mission, Mohamed Chande Othman. ‌Es handele sich ‌vielmehr um einen Teil einer geplanten und organisierten Operation, die die entscheidenden Merkmale eines Völkermords aufweise. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.02.2026, Seite 6, Ausland

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