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Aus: Ausgabe vom 14.02.2026, Seite 4 / Inland

Abschied von Eberswalder Wurstwerken in Britz

Britz. Beschäftigte der Wurstwerke in Britz und Einwohner von Eberswalde trauern am Sonnabend mittag anlässlich der Schließung des Traditionsbetriebs Ende Februar. Um fünf nach zwölf soll die Veranstaltung der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) vor dem Werkstor beginnen. »Viele sind zu Recht wütend«, erklärt Uwe Ledwig von der NGG, – auf »nicht eingehaltene Versprechungen des Tönnies-Konzerns« und »rücksichtsloses Profitstreben«. Die Veranstaltung solle auch als Mahnung dienen, dass Politik in der Verantwortung stehe, die »Gierexzesse der Großkonzerne einzuhegen«. Nach seiner Gründung im Jahr 1977 hatte sich das Eberswalder Wurstwerk mit 3.000 Mitarbeitern zur größten Fleischfabrik Europas entwickelt. Nun – nach der Übernahme durch die »Zur-Mühlen-Gruppe« des Milliardärs Clemens Tönnies 2023 – erhalten die letzten 500 Beschäftigten lediglich eine mickrige Abfindung. (jW)

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  • Leserbrief von Michael J. aus Altenburg (16. Februar 2026 um 15:47 Uhr)
    Abschied von Eberswalder Wurstwerken in Britz »Viele sind zu Recht wütend«, erklärt Uwe Ledwig von der NGG, – auf »nicht eingehaltene Versprechungen des Tönnies-Konzerns« und »rücksichtsloses Profitstreben«. Die Veranstaltung solle auch als Mahnung dienen, dass Politik in der Verantwortung stehe, die »Gierexzesse der Großkonzerne einzuhegen«. Liebe Gewerkschafter! Wieviel Zeit benötigt ihr eigentlich noch, um zu begreifen, dass in diesem Wirtschaftssystem – erstens, jedem Versprechen der »Arbeitgeberseite« mit Misstrauen zu begegnen ist und diese Versprechen im Zweifelsfalle keinen »Pfifferling« wert sind, dass – zweitens, rücksichtsloses Profitstreben die DNA dieses Systems ist und dass es – drittens, nicht die Aufgabe der Politik ist, Gierexzesse der Großkonzerne einzuhegen, sondern Kapitalverwertungsbedingungen zu sichern, die solche Exzesse erst ermöglichen.