Kosovo: Lange Haft für Thaçi gefordert
Den Haag. Am Montag erklärte die Chefanklägerin im Prozess gegen Kosovos Expräsidenten Hashim Thaçi, dass die »Schwere der Anschuldigungen« gegen ihn »im Laufe der Zeit nicht abgenommen« habe und forderte eine Haftstrafe von 45 Jahren. Gegen Thaçi und drei weitere frühere Kommandeure der sogenannten Befreiungsarmee des Kosovo (UÇK) war wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit verhandelt worden, darunter Morde, Verschleppungen, Verfolgung und Folter. Sie müssen sich vor dem Sondertribunal Kosovo Special Chambers (KSC) in Den Haag verantworten, das sich speziell mit Verbrechen befasst, die von UÇK-Kämpfern während des Kosovo-Krieges begangen wurden. Thaçi und seine Mitangeklagten erklärten sich zu Prozessbeginn 2023 für unschuldig. Der letzte Prozesstag ist am 17. Februar, an dem die gewaltsam von Serbien abgespaltene Provinz ihre Unabhängigkeit feiert. (dpa/jW)
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