Kuba: Kein Deal mit Washington unter Zwang
Havanna. Nach Drohungen aus Washington gegen Kuba und dem US-Angriff auf das verbündete Venezuela gibt sich die sozialistische Regierung in Havanna kämpferisch. Die kubanische Führung werde nicht unter Druck mit der US-Regierung verhandeln und keine politischen Zugeständnisse machen, sagte Präsident Miguel Díaz-Canel am Freitag (Ortszeit) bei einer Kundgebung.
»Dies wird nie auf dem Verhandlungstisch liegen«, sagte der Staatschef vor Tausenden Demonstranten auf der sogenannten »Antiimperialistischen Tribüne«, einem Platz direkt vor der US-Botschaft an der Uferpromenade von Havanna.
US-Präsident Donald Trump hatte nach dem Militäreinsatz vom 3. Januar in Venezuela Kuba auf seiner Plattform Truth Social gewarnt: »Ich empfehle dringend, dass sie einen Deal machen, BEVOR ES ZU SPÄT IST«. Es war unklar, welche Art von Deal er meinte. Venezuela ist seit Jahrzehnten einer der wichtigsten wirtschaftlichen und politischen Verbündeten Kubas.
Die Demonstration in Havanna wurde als eine weitere Trauerfeier für die 32 kubanischen Sicherheitsbeamten veranstaltet, die bei dem US-Angriff auf Caracas ermordet wurden. Bei der Entführung wurden Staatschef Nicolás Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores von US-Elitesoldaten gefangen genommen und nach New York gebracht. Dort soll ihnen wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden.
Nun steht Kuba zunehmend unter Druck. »Der derzeitige Kaiser des Weißen Hauses und sein berüchtigter US-Außenminister haben nicht aufgehört, uns zu bedrohen«, sagte Díaz-Canel in Bezug auf Trump und Marco Rubio. Kuba lasse sich dennoch nicht einschüchtern. Sollten die USA Kuba angreifen, werde sich der Karibikstaat verteidigen. »Meine Herren Imperialisten: Wir haben absolut keine Angst vor Ihnen«, sagte er. (dpa/jW)
links & bündig gegen rechte Bünde
Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.
Mehr aus: Ausland
-
US-Angriff nicht vom Tisch
vom 17.01.2026 -
Ohne Kommentar
vom 17.01.2026 -
Yoon muss hinter Gitter
vom 17.01.2026 -
Dekolonisierung wird kommen
vom 17.01.2026 -
Ultrarechte gewinnt – so oder so
vom 17.01.2026 -
Diktatfrieden in Gaza
vom 17.01.2026