-
16.01.2026, 18:03:02
- → Ausland
China und Kanada rücken enger zusammen
Beijing. Nach Jahren der Eiszeit suchen China und Kanada eine Neujustierung ihrer Beziehungen inmitten wachsender Spannungen mit den USA. Kanada sei bereit, gemeinsam mit China eine starke und nachhaltige neue strategische Partnerschaft aufzubauen, um den Menschen beider Länder mehr Wohlstand zu bringen, sagte Kanadas Ministerpräsident Mark Carney laut Chinas staatlicher Nachrichtenagentur Xinhua bei einem Treffen mit Staats- und Parteichef Xi Jinping in Beijing.
Beide Seiten vereinbarten konkrete Schritte im Handel. Einer Mitteilung der kanadischen Regierung zufolge wird Ottawa unter anderem die zuletzt auf 100 Prozent angehobenen Zölle auf chinesische Elektroautos deutlich senken und künftig für zunächst 49.000 Fahrzeuge wieder den regulären Zollsatz von 6,1 Prozent anwenden. Im Gegenzug habe China zugesagt, Handelshemmnisse für kanadische Agrarprodukte wie Raps abzubauen.
»In einer zunehmend gespaltenen und unsicheren Welt baut Kanada eine stärkere, unabhängigere und widerstandsfähigere Wirtschaft auf«, hieß es in der kanadischen Erklärung. Zu diesem Zweck arbeite die neue Regierung mit Nachdruck daran, ihre Handelspartnerschaften zu diversifizieren und umfangreiche neue Investitionen anzustoßen. »China bietet Kanada in dieser Mission enorme Möglichkeiten.«
Xi erklärte laut Xinhua, beide Politiker hätten sich bereits im Oktober vergangenen Jahres am Rande des APEC-Gipfels im südkoreanischen Gyeongju getroffen und damit eine neue Phase der Stabilisierung und Verbesserung der Beziehungen eingeleitet. Seitdem hätten beide Seiten intensiv über die Wiederaufnahme und den Neustart der Zusammenarbeit beraten. Eine gesunde und stabile Entwicklung der Beziehungen entspreche den gemeinsamen Interessen beider Länder.
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!