Schweiz: UBS poltert gegen strengere Kapitalregeln
Zürich. Die Großbank UBS hat die Vorschläge der Schweizer Regierung für schärfere Kapitalpuffer formell zurückgewiesen. Die Maßnahmen würden die Wettbewerbsfähigkeit des Instituts beeinträchtigen, hieß es in der am Montag im Rahmen eines Konsultationsverfahrens veröffentlichten Stellungnahme der UBS. »Der Vorschlag würde zu massiven Mehrkosten führen und die Fortführung des erfolgreichen Geschäftsmodells gefährden.«
Mit einem Maßnahmenpaket will die Schweizer Regierung die größte Bank des Landes »krisenfester machen« und verhindern, dass bei einer möglichen Schieflage der UBS die Steuerzahler zur Kasse gebeten werden müssen. Ein zentrales Element ist die vollständige Kapitalunterlegung ihrer ausländischen Tochtergesellschaften. Dies allein würde laut UBS zu zusätzlichen Kapitalanforderungen von rund 23 Milliarden Dollar führen. »Die Nettokosten für dieses Zusatzkapital schätzen wir auf rund 1,7 Milliarden Dollar jährlich, weshalb der Vorschlag auch unverhältnismäßig ist«, hieß es in der Stellungnahme. (Reuters/jW)
links & bündig gegen rechte Bünde
Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.
Mehr aus: Kapital & Arbeit
-
Kuba unter Druck
vom 13.01.2026 -
Schweiz übernimmt westliche Sanktionslinien
vom 13.01.2026