Uganda: Wahl unter staatlicher Gewalt
Kampala. Der ugandische Präsident Yoweri Museveni liegt nach ersten Ergebnissen der Wahl zum Staatsoberhaupt vom Freitag deutlich in Führung. Bei der Stimmabgabe kam es zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Anhängern der Opposition. Dabei wurden nach Polizeiangaben mindestens sieben Menschen getötet und drei weitere verletzt. Nach Auszählung von fast der Hälfte der Wahllokale kam der 81jährige Museveni, der seit 1986 Präsident des Landes ist, auf 76,25 Prozent der Stimmen, wie die Wahlkommission mitteilte. Sein wichtigster Herausforderer, der Sänger Bobi Wine, lag demnach bei 19,85 Prozent. Der 43 Jahre alte Wine warf der Regierung Betrug vor. Die Wahl wurde unter einer von den Behörden verhängten Internetsperre ausgetragen. Wines Partei NUP teilte auf X mit, das Militär hätte ihn »faktisch unter Hausarrest« gestellt. Seine Wahlkampfkundgebungen wurden wiederholt mit Tränengas und scharfer Munition aufgelöst. Dabei wurde mindestens ein Mensch getötet. Das UN-Menschenrechtsbüro hatte vergangene Woche erklärt, die Wahl erfolge unter weitverbreiteter Einschüchterung. (Reuters/jW)
links & bündig gegen rechte Bünde
Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.
Mehr aus: Ausland
-
US-Angriff nicht vom Tisch
vom 17.01.2026 -
Ohne Kommentar
vom 17.01.2026 -
Yoon muss hinter Gitter
vom 17.01.2026 -
Dekolonisierung wird kommen
vom 17.01.2026 -
Ultrarechte gewinnt – so oder so
vom 17.01.2026 -
Diktatfrieden in Gaza
vom 17.01.2026