Nachschlag: Soul
Adonis Creed ist der Sohn jenes Apollo Creed, der einst Rockys großer Gegner und späterer Weggefährte war, und arbeitet als Bankangestellter in L. A., zieht aber inkognito nach Philadelphia, die Stadt des Rockymythos, um dort Profiboxer zu werden. Da nennt man ihn »Hollywood« und nimmt ihn nicht ernst. Bis Rocky persönlich ihn dann doch unter die Fittiche nimmt. Nebenbei lernt Creed seine Wohnungsnachbarin näher kennen, eine R-&-B-Sängerin. Ihre Beats stören seine Nachtruhe. Später gesteht sie ihm, sie leide unter fortschreitendem Gehörverlust. Berufskrankheit. Davon verstehen auch Profisportler eine Menge. Es geht also gar nicht so sehr ums Boxen, sondern um die Liebe. Wie sehr man sich ihr widmet, was man für sie riskiert. Die Liebe zu einer anderen Person, einem Sport, einem Sound, einer Tradition, einer Stadt, einem Namen, einem Ethos. Manchmal kommt das alles zusammen. Dafür steht »Wake Up Everybody« von Harold Melvin and the Blue Notes: Teddy Pendergrass' majestätische Baritonstimme erhebt sich direkt aus dem Radiowecker über den Morgennebel der Stadt. (aha)
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