Trump trifft Chefs von US-Ölfirmen. Treffen mit Petro geplant
Washington. Nach dem US-Angriff auf Venezuela und der Entführung von Staatschef Nicolás Maduro empfängt Präsident Donald Trump am Freitag die Chefs von Ölfirmen der USA. Bei dem in Washington stattfindenden Treffen gehe es darum, die »gewaltigen Möglichkeiten« zu besprechen, die sich nun für diese Unternehmen in Venezuela bieten, teilte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt am Mittwoch mit. Venezuela verfügt über die größten bekannten Erdölvorkommen weltweit.
Trump hatte nach Maduros Entführung angekündigt, Venezuela stehe nun unter der Kontrolle der USA. In einem am Donnerstag veröffentlichten Zeitungsinterview sagte er, dieser Zustand könne noch Jahre andauern. Laut US-Energieminister Chris Wright wird der Verkauf des venezolanischen Öls »auf unbestimmte Zeit« von Washington kontrolliert. Venezuela soll den USA laut Trump künftig 30 bis 50 Millionen Barrel Öl liefern und mit den Einnahmen daraus ausschließlich US-Produkte kaufen.
Auch den linksgerichteten kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro will Trump »in naher Zukunft« im Weißen Haus empfangen, wie der US-Präsident nach einem Telefonat mit Petro verkündete. Petro habe angerufen, um über die »Drogensituation und andere Meinungsverschiedenheiten« zu sprechen, erklärte Trump.
Petro hatte das militärische Vorgehen der USA in der Region scharf kritisiert und Washington vorgeworfen, den venezolanischen Staatschef Maduro ohne rechtliche Grundlage entführt zu haben. Trump wiederum behauptet, Petro sei ähnlich wie Maduro in den Drogenhandel verwickelt. Nach der Gefangennahme Maduros sagte Trump, eine militärische Intervention in Kolumbien sei eine »gute Idee«. Petro solle sich in Acht nehmen. (AFP/jW)
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