Bundesregierung: Arktis auch NATO-Aufgabengebiet
Berlin. Im Streit um die dänische Nordatlantikinsel Grönland sieht die Bundesregierung in den US-Forderungen nach »mehr Sicherheit« in der Arktis eine gemeinsame Aufgabe der NATO-Kriegsallianz. Jenes Bedürfnis Washingtons sei berechtigt und eine »valide Grundthematik«, die sich vor allem im Bündnis sehr gut adressieren lasse, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Mittwoch in Berlin. »Die NATO hat deutlich gemacht, dass die Arktisregion auch für sie von prioritärer Bedeutung ist und dass die Bündnispartner ihre Anstrengungen im Norden verstärken müssen und werden«, sagte Kornelius. Das gebe »eine Antwort auch auf amerikanische Sicherheitsbedürfnisse«. Grönland gehöre »seiner Bevölkerung, Dänemark und Grönland, und nur sie alleine entscheiden über Angelegenheiten in Dänemark und Grönland«, betonte der Kanzlersprecher vor Journalisten. US-Präsident Donald Trump hatte in den letzten Tagen mehrfach geäußert, dass Grönland zu den USA gehören sollte. Trumps Sprecherin Karoline Leavitt drohte gar indirekt mit einem Militäreinsatz. (dpa/jW)
links & bündig gegen rechte Bünde
Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.
Mehr aus: Inland
-
Warum nehmen Sie an der LL-Demo teil?
vom 08.01.2026 -
Nützlicher Blackout
vom 08.01.2026 -
Von Schutzbehauptungen nicht überzeugt
vom 08.01.2026 -
Heiße Luft aus Deutschland
vom 08.01.2026 -
Fragiles Ernährungssystem
vom 08.01.2026