Nachschlag: Feigheit vor Washington
Der Widerspruch ist nicht zu überhören. Sogar in der sonst so angepassten Sendung »Zur Diskussion« des Deutschlandfunks. Ob die Feministin Monika Hauser oder der Juraprofessor Kai Ambos – alle Teilnehmer der Gesprächsrunde zum Thema »Gilt jetzt das Recht des Stärkeren?« am Dienstag waren sich einig, dass der US-Angriff auf Venezuela mit der Entführung von Staatschef Nicolás Maduro keineswegs völkerrechtlich »komplex« einzuschätzen sei, wie Bundeskanzler Friedrich Merz zum besten gab. Vielmehr sei der Fall glasklar: Es ist ein Völkerrechtsbruch! Und zwar ganz unabhängig davon, wie man die Regierung in Caracas einschätze. Doch warum hat es außer Spanien kein einziges EU-Land gewagt, Protest einzulegen? Auch hier liegt die Antwort nahe. Es ist die Feigheit vor dem Feind in Washington, und es ist die Nähe in den Köpfen, wie sie insbesondere Stellungnahmen aus den Reihen der Unionsparteien belegen. Leider waren die Teilnehmer der DLF-Runde selbst nicht mutig genug, dies auszusprechen. (jt)
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