Burkina Faso: Putsch gescheitert
Ouagadougou. In Burkina Faso hat es am Wochenende anscheinend einen erneuten Putschversuch gegen Präsident Ibrahim Traoré gegeben. So soll die Nacht von Sonnabend auf Sonntag in dem westafrikanischen Land unter »Hochspannung« verlaufen sein, wie am Montag die Nachrichtenseite Afrik.com berichtete. In der Hauptstadt Ouagadougou, aber auch in Bobo-Dioulasso, der zweitgrößten Stadt des Landes, gab es demnach verstärkte Aktivitäten der Sicherheitskräfte, aber auch von sogenannten Bürgerwehren. Diese hätten die Einwohner dazu aufgerufen, sich zu versammeln, um einen drohenden Umsturz zu verhindern. Mehrere Kasernen hätten sich im Alarmzustand befunden, und es habe Verhaftungen in der Armee gegeben.
Seitdem wird in den Medien des westafrikanischen Landes über eine von der früheren Kolonialmacht Frankreich eingefädelte Verschwörung spekuliert, in deren Zentrum sich Exübergangspräsident Paul-Henri Sandaogo Damiba befinden soll, der sich seit seiner Absetzung 2022 in Togo im Exil befindet. 2024 hatte sich Burkina Faso mit den Nachbarländern Mali und Niger zur »Sahelallianz« zusammengeschlossen, die einen antikolonialen Kurs verfolgt und französische Truppen ihres Territoriums verwiesen hat. (jW)
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