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Aus: Ausgabe vom 02.01.2026, Seite 3 / Ansichten

Tauglichkeitsgeprüfte des Jahres 2025: Hellseher und Astrologen

Hellseher und Astrologen
Von Hagen Bonn
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Ganz der Name: Die »Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften«, kurz GWUP, untersucht Jahr für Jahr die Vorhersagen von Hellsehern, Astrologen und Wahrsagern. Immerhin, diese Berufsgruppe macht jährlich bis zu 500 Millionen Euro Umsatz in Deutschland. Da wäre es doch interessant zu wissen, was diese »Dienstleister« für das vergangene Jahr vorhergesagt haben und was dann wirklich eingetroffen ist. Dazu wurden 2.099 Prognosen aus 52 Quellen von der GWUP ausgewertet. Einige dieser Vorhersagen waren einfach zu überprüfen: Jesus ist nicht zurückgekehrt. Auch eine »Invasion von Pinguinen« auf mehrere Städte blieb aus. Und leider wurde King Kong wieder nicht entdeckt. Das zur »Hitliste des Absurden«, wie sie die GWUP nennt.

Wie sieht es aber mit den Tatsachen aus? Rechnergestützt ermittelten die Forscher die »zehn bedeutendsten Ereignisse des Jahres« 2025. Wurden die vorhergesagt? Zum Beispiel die Angriffe auf iranische Atomanlagen oder der Tod von Papst Franziskus? Und richtig schlau: Hatte jemand den US-Amerikaner Prevost in der Glaskugel? Der wurde Papst Leo XIV. Wer hat diese Fakten vorhergesagt? Na? Keiner oder Niemand? Oh, gleich beide! Übrigens: Ziel der GWUP ist es, die Wissenschaft und wissenschaftliches Denken zu fördern und klar von Parawissenschaften, also Humbug, abzugrenzen. Der Organisation gehören Wissenschaftler aller Fachrichtungen und wissenschaftlich interessierte Laien an. Unterm Strich bleibt: »Die Vorhersagen von Wahrsagern und Astrologen liefern auch 2025 keinen ernstzunehmenden Hinweis auf hellseherische Fähigkeiten«, so der Wissenschaftsphilosoph und Leiter des wissenschaftlichen Zentrums der GWUP, Nikil Mukerji.

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