Zum Inhalt der Seite

Doch kein flüssiges Wasser auf dem Mars?

Tucson. Die Meldung sorgte 2018 für Aufsehen: Astrophysiker der Universität Bologna hatten verkündet, dank Daten der europäischen Raumsonde »Mars-Express« einen See unter dem Eis des Mars-Südpols entdeckt zu haben. Ein Team der US-Forscher Gareth Morgan und Than Putzig vom Planetary Science Institute in Tucson, Arizona, kam dieses Jahr jedoch zu anderen Ergebnissen. Die 2018 entdeckte Struktur sei vermutlich nur eine Schicht aus Gestein und Staub und kein flüssiges Wasser, heißt es in ihrem Beitrag in der Zeitschrift Geophysical Research Letters. Die Wissenschaftler haben dazu neue Radarmessungen mit dem sogenannten Sharad-Radar der NASA-Sonde »Mars Reconnaissance Orbiter« durchgeführt. Die größte Herausforderung bestand dabei darin, die Sonde um 120 Grad zu drehen, um auch die Polregion messen zu können. Erst dieses im Mai 2025 durchgeführte Manöver ermöglichte eine genauere Untersuchung der Gegend. Von der Basis des Eises am Südpol kam zwar ein schwaches Reflexionssignal, doch deutet dieses nicht auf flüssiges Wasser hin, »so dass eine alternative Erklärung, wie z. B. sehr glatte Grundmaterialien, erforderlich ist«, wie es in der Studie heißt. (jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 02.12.2025, Seite 15, Natur & Wissenschaft

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!