Nvidia stark: KI-Blase platzt noch nicht
Santa Clara. Mit einem unerwartet guten Quartalsbericht hat der marktführende US-Chipproduzent Nvidia am Mittwoch (Ortszeit) die Befürchtungen vor dem Platzen der Spekulationsblase im Bereich künstliche Intelligenz (KI) vorerst zerstreut. Angesichts einer enormen Nachfrage steigerte Nvidia von Juli bis September den Umsatz auf einen Rekordwert von 57 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn summiere sich auf 31,9 Milliarden US-Dollar. »Es wurde viel über eine KI-Blase gesprochen«, bei Nvidia »sieht die Sache ganz anders aus«, kommentierte Nvidia-Chef Jensen Huang die Quartalszahlen. Von Asien bis Europa stiegen an den Börsen die Kurswerte diverser Leitindizes. (AFP/jW)
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Leserbrief von Onlineabonnent/in Heinrich H. aus Stadum (21. November 2025 um 10:44 Uhr)Das ist die Kernkompetenz von Blasen: Sie nehmen an Umfang zu, bevor sie platzen. So äußert sich die Google-KI (und warnt: »KI-Antworten können Fehler enthalten.«) auf die Suchbegriffe »profitrate kapitalvernichtung«: »Die Profitrate ist das Verhältnis von Profit zu eingesetztem Kapital und kann im Kapitalismus tendenziell fallen, was laut Marx zu einer «Kapitalvernichtung» im Sinne von Krisen führt. Dieser Fall entsteht durch den technologischen Fortschritt, der den Einsatz von Maschinen (konstantes Kapital) gegenüber menschlicher Arbeitskraft (variables Kapital) erhöht. Wenn die Profitrate sinkt, können Unternehmen weniger investieren, was zu einem Investitionsstreik, Konkursen und einer vorübergehenden Zerstörung von Kapital führt ...« und zeigt in etwa die Richtung an. Die Profitrate muss nicht tendentiell fallen, vorübergehend reicht auch für eine akute Krise. Die Nvidia-Plättchen haben ja inzwischen eine Karriere von der Nutzung durch spielekonsumierende GamerInnen zu Investitionsgütern hinter sich. InvestorInnen und GamerInnen haben aber verschiedene Meinungen, was »profitabel« ist.
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