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Anschlag auf Auto von AfD-Politiker

Hamburg/Berlin. Unbekannte haben mit einem Brandanschlag gegen die AfD in der Nacht zum Montag der Kriminalisierung von Antifaschismus weiteren Vorschub geleistet. Ein Auto des parlamentarischen Geschäftsführers der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, ist nach Angaben von dessen Büro vor dessen Haus in Flammen aufgegangen. Das zerstörte Fahrzeug sei auf Baumanns Ehefrau angemeldet, hieß es. Die Polizei bestätigte Ermittlungen durch den Staatsschutz. Am Montag nachmittag wurde ein Bekennerschreiben auf der anonym und frei nutzbaren Plattform de.indymedia.org veröffentlicht. Die Schlussworte »Bildet ein, zwei, drei, viele Hammerbanden«, »Alerta antifascista, egal ob mit Hammer oder Brandsatz!« sowie »Freiheit für Maja, keine Auslieferung von Zaid nach Ungarn!« legen die Spur zur Szene rund um den sogenannten Budapest-Komplex. Bei diesem geht es um die Strafverfolgung von Angriffen auf mutmaßliche Neonazis am Rande des Faschistentreffs »Tag der Ehre« 2023 in der ungarischen Hauptstadt. Der AfD-Politiker Baumann beklagte am Dienstag gegenüber dpa in Berlin mangelnden Verfolgungsdruck gegen »die Antifa«. Dieser und frühere Angriffe würden ihn nur noch mehr motivieren weiterzumachen, hatte er zuvor bereits bei einer Pressekonferenz gesagt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.11.2025, Seite 15, Antifaschismus

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