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Online Extra
08.10.2025, 19:48:28 / Inland

Ermittler: Angriff auf Bürgermeisterin wohl nicht politisch motiviert

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Ermittler der Spurensicherung begehen den Tatort (Herdecke, 7.10.2025)

Herdecke. Nach dem Messerangriff auf die neu gewählte Bürgermeisterin von Herdecke im Ruhrgebiet, Iris Stalzer (SPD), steht ihre Tochter unter Tatverdacht. Stalzer habe die 17jährige als Angreiferin benannt, teilten die Ermittler am Mittwoch nachmittag in Hagen mit. Oberstaatsanwalt Bernd Haldorn gab an, dass er gegen die Jugendliche dennoch keinen Haftbefehl beantragen werde. Es lägen keine Haftgründe vor. »Rein rechtlich gehe ich von gefährlicher Körperverletzung aus«, sagte er. Gegen ein Tötungsdelikt als Tatbestand spreche unter anderem, dass die Tochter selbst den Notruf gewählt habe. Der Zustand der Verletzten sei nach aktuellen Erkenntnissen besser als zunächst angenommen, sie sei außer Lebensgefahr. Die Motivlage ist den Ermittlern zufolge unklar. Es habe familiäre Streitigkeiten gegeben, sagte der Leiter der Mordkommission, Jens Rautenberg.

Die SPD-Politikerin war am Dienstag lebensgefährlich verletzt in ihrem Wohnhaus gefunden worden. Ein Rettungshubschrauber brachte sie in eine nahe gelegene Klinik, wo sie intensivmedizinisch versorgt worden war. Noch am Dienstag abend habe sich der Verdacht erhärtet, dass die beiden Adoptivkinder der Kommunalpolitikerin mit der Tat in Verbindung stehen, teilten die Ermittler mit. Sie seien in den Abendstunden vorläufig festgenommen worden. Der 15 Jahre alte Junge und die 17 Jahre alte Tochter seien bereits polizeibekannt gewesen, sagte Polizeidirektorin Ursula Schönberg. (dpa/jW)

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