Waffenschmuggler des Tages: Pate Patel
Von Niki Uhlmann
Gegenüber anderen kriminellen Banden haben Repressionsbehörden einen entscheidenden Vorteil: Ihre Untaten genießen den Segen der Obrigkeit. Mordet ein Uniformierter, wird er nicht verknackt, sondern, wenn überhaupt, außer Dienst gestellt. Wo sich mancher für ein zugedrücktes Auge dumm und dämlich zahlt, schmiert behördenintern der Korpsgeist. Welcher anständige Kamerad käme auf die Idee, andere anständige Kameraden einer Straftat zu bezichtigen? Bis an die Zähne bewaffnet, gedeckt vom Kollegium und protegiert vom Staat, floriert das perfekte Klima für illegale Machenschaften. Vom Rang in der hausinternen Hackordnung hängt zuletzt ab, wie kreativ man Recht auslegen, biegen oder brechen kann.
Kash Patel, Direktor des FBI, kann sich dementsprechend viel erlauben. Ende Juli hat er anlässlich der Eröffnung des ersten eigenständigen Büros seiner Mafia in Neuseeland vorgemacht, wie man am hellichten Tage illegalen Waffenhandel betreibt und damit ungeschoren davonkommt. Seinen qua Posten nahezu unverwundbaren Kollegen Richard Chambers, Polizeichef Neuseelands, Andrew Hampton und Andrew Clark, jeweils Generaldirektoren neuseeländischer Nachrichtendienste, schenkte er 3D-gedruckte Waffen, die, wie AP am Dienstag berichtete, gegen das dortige Waffenrecht verstoßen haben sollen und verschrottet werden mussten.
Eigentlicher Skandal ist allerdings, dass die Einrichtung der FBI-Außenstelle der Öffentlichkeit Neuseelands bis zur Eröffnung vorenthalten wurde. Patel habe damals angedeutet, dass seine Agenten vor Ort im Einsatz seien, um den chinesischen Einfluss im Südpazifik einzudämmen. Mag Wellington dies auch zurückgewiesen haben, ist damit dennoch die ultimative Rechtfertigung für sämtliche Rechtsbrüche gegeben. Wenn es gegen China oder Russland geht, ist jede Schweinerei gerade recht.
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vom 01.10.2025