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US-Politik gefährdet Forschungsprojekte

Frankfurt am Main. Die Zusammenarbeit mit Forschern in den USA wird für Wissenschaftler immer schwieriger. Das spürt auch die Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung. »Das Thema beschäftigt uns sehr«, sagte Generaldirektor Klement Tockner. Erste Kooperationsprojekte seien bereits eingestellt worden. Die 1817 gegründete Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung mit Hauptsitz in Frankfurt am Main beschäftigt rund 850 Mitarbeiter aus 45 Nationen und arbeitet mit Partnern in aller Welt zusammen. Laut dem durch die Universitäten Erlangen-Nürnberg und Göteborg veröffentlichten »Academic Freedom Index« arbeitet weltweit nur ein Drittel aller Wissenschaftler in Ländern, in denen die Wissenschaftsfreiheit garantiert sei, so Tockner. »Wenn die USA so weitermachen, wird es bald nur noch jeder fünfte sein«, warnt er. Besonders stark spüren die Senckenberg-Forscher das Problem beim Thema Klimafolgenforschung. So dürfe in den Vereinigten Staaten die Formulierung »menschengemachter Klimawandel« in vielen Bereichen in offiziellen Papieren nicht mehr vorkommen. Internationale Kooperationsprojekte müssten vorzeitig beendet werden, weil in den USA Fördergelder gestrichen werden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.09.2025, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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