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Verdoppelung der Arbeitszeit droht

Hamburg. Die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) warnt eindringlich vor den Plänen der Bundesregierung, den Achtstundentag abschaffen zu wollen. Im vergangenen Jahr leisteten Beschäftigte in Deutschland rund 1,2 Milliarden Überstunden – davon 638 Millionen unbezahlt. Besonders betroffen ist das Gastgewerbe.

Schon jetzt betrage die maximale Arbeitszeit 48 Stunden pro Woche. In der Spitze seien sogar 60-Stunden-Wochen möglich. Schlimmer werde es, wenn die Bundesregierung jetzt tatsächlich ans Arbeitszeitgesetz Hand anlege und den Achtstundentag kippe, erklärte der stellvertretende Vorsitzende der NGG, Freddy Adjan. Dann würde nämlich nur noch das europäische Recht ein Wochenlimit für die Arbeitszeit setzen. Und das wäre extrem: »Arbeitgeber könnten ihre Beschäftigten dann sogar zu 73,5-Stunden-Wochen verpflichten – nämlich zu sechs Tagen à zwölf Stunden und 15 Minuten im Job. Das wäre fast das doppelte Wochenpensum von heute – und damit Arbeitszeitstretching pur«, so Adjan. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.08.2025, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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